Smart Factory in Theorie und Praxis: Zulieferertag bot viele Impulse


Gruppenbild GEP-Urkundenübergabe Zulieferertag 2017

Gruppenbild der Urkundenübergabe (v.l.n.r.): Jamo Meenink (EUREGIO), Andrea Frosch (Grafschaft Bentheim), Dr. Peter Brinkmann (TKT Kunststoff-Technik GmbH), Thomas Melchert (HWK Münster) und Jeroen Rouwhoff (Stodt Toekomsttechniek).

14. September 2017 | Über 50 Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Münsterland und dem niederländischen Grenzgebiet haben am Zulieferertag teilgenommen, zu dem das Netzwerk GEP (Grenzenlos. Effizient. Produzieren.) der Handwerkskammer Münster eingeladen hatte. In diversen Workshops und Vorträgen ging man in der kreativen Atmosphäre auf Hof Schlamann in Lengerich gemeinsam der Frage auf den Grund „Smart Factory: Wo steht das Handwerk?“
Thomas Melchert, stellvertretender Geschäftsführer der Handwerkskammer Münster, wies in seinem Einführungsvortrag auf 5 zentrale Aspekte hin, die für die zukünftige Ausrichtung von Unternehmen aus der Zuliefererbranche entscheidend sein werden. Neben der Automatisierung und Einbettung von Sensoren hob er - mit Blick auf die zukünftige Zusammenarbeit von Industrie und Handwerk - die Standardisierung hervor, durch die einheitliche Kommunikationsstandards und Schnittstellenstandards zur Datenverarbeitung geschaffen werden.
 
Christoph Krause, Referent vom Kompetenzzentrum Digitales Handwerk, appellierte in seinem Impulsvortrag an die anwesenden Unternehmer wie wichtig es sei „digital zu denken“. Er unterstrich: „ Sie müssen in vielen Sachen radikal denken“. Nicht alles müsse digitalisiert werden, so Krause, aber wenn, dann müsse richtig digitalisiert werden. Für Krause steht fest, dass sich der Markt von morgen auf den „Service 4.0.“  konzentrieren wird. Dann werde es um die Frage gehen, wie es gelingen kann, Kundenanfragen und Kundenbedürfnisse smart zu lösen und digitale Mehrwerte zu schaffen.
 
Die Beschäftigung mit Smart Factory gehört auch zu den zentralen Themen des GEP-Projektes, das interessierten Unternehmen aus der Holz-, Metall und Kunststoffbranche im EUREGIO-Raum die Möglichkeit bietet, einen sogenannten Lean & Green Check durchzuführen. Ziel ist es, mit Hilfe externer Lösungsanbieter lukrative Verbesserungspotentiale aufzudecken. Auf der Basis der über den Check aufgezeigten Ansätze haben die Unternehmen dann die Möglichkeit, konkrete Maßnahmen umzusetzen und dadurch einen nachhaltigen Verbesserungseffekt für ihr Unternehmen zu erreichen.

Die Firma TKT Kunststoff-Technik GmbH aus Bad Laer gehört zu den Unternehmen, die diesen Lean & Green Check erfolgreich absolviert haben. Geschäftsführer Dr. Peter Brinkmann erhielt dafür auf dem Zulieferertag von Thomas Melchert und den beteiligten Projektpartnern die GEP-Urkunde.

Weitere Informationen: www.hwk-muenster.de/gep