Energieeffizienz


Energieeffizienz

Energieeffizienz
Bei vielen Handwerksbetrieben sind die Energiekosten zunehmend ein nicht zu vernachlässigender Faktor. Ein gesenkter Energieverbrauch ist praktizierter Klima- und Umweltschutzschutz und senkt Ihre Kosten.
Profitieren Sie von technischen und organisatorischen Möglichkeiten zur Senkung Ihrer Energiekosten im Betrieb. Qualifizierte Mitarbeiter der HWK-Münster unterstützen Sie gerne – auch vor Ort – in Ihrem Unternehmen – durch eine initiale Energieberatung und begleiten Sie bei der Umsetzung von Maßnahmen.

 

Energiekosten sparen – aber wie?

Energiekosten schmälern unmittelbar den Unternehmensgewinn. Somit lohnt sich immer ein Blick auf die Optimierungsmöglichkeiten. Wichtige Voraussetzung zur Verbesserung der Energie-Kosten-Effizienz ist es, nicht nur die Gesamtkosten sondern auch die relevanten Energieverbraucher im Unternehmen zu kennen und verursachungsgerecht zu erfassen. In einem Energiekonzept werden für die bezogenen Energieformen (Strom, Gas, Öl…) die spezifischen Energieverbräuche ermittelt und Einsparpotenzialen gegenübergestellt. Erst dann ist es möglich, eine Wertung vorzunehmen und sich auf die Bereiche zu konzentrieren, die eine hohe Energieeinsparung in Aussicht stellen.
Folgende Reihenfolge hat sich als sinnvoll herausgestellt:
 
  1. Energieverbräuche kennen
    Die möglichst verursachungsgerechte Erfassung der Energieverbräuche und -kostenschafft die Voraussetzung dafür, die Verschwendung von Energie im Unternehmen gezielt zu verringern.
  2. Unnötigen Energieverbrauch vermeiden
    Unnötiger Verbrauch entsteht zum Beispiel durch unnötigen Leerlauf von Maschinen und häufiges oder zu langes Öffnen der Aussentore. Mit motivierten Beschäftigten lassen sich oft hohe Effizienzverbesserungen erreichen.
  3. Wirkungs- und Nutzungsgrade verbessern
    Eine geringe Anlagenauslastung oder ein mangelhafter Wartungszustand sind häufig der Grund, wenn der Nutzungsgrad deutlich unter dem Nennwirkungsgrad der Anlagen liegt.
  4. Wärme rückgewinnen
    Bei sehr vielen Arbeitsprozessen fällt Abwärme an. So liegt zum Beispiel der Wärmeanteil bei der Druckluftproduktion bei fast 90 %. Es sollte versucht werden, die Wärme zu Heizzwecken im Betrieb zu nutzen oder die Abwärme mit einer Wärmepumpe auf ein höheres, dann nutzbares Temperaturniveau zu bringen.
  5. Regenerative Energiequellen nutzen
    Die oft großen Dachflächen der Betriebsgebäude bieten die Möglichkeit, die Sonnenenergie direkt zu nutzen. Durch immer kostengünstigere Module und verbesserte Speichertechnik wird es immer effizienter, Photovoltaik-Strom vom eigenen Dach im Unternehmen zu nutzen.

Energiemanagement


Energiemanagement

Energieeinkauf



Eine einfache Art zur Senkung der Energiekosten ist eine Neuverhandlung der Preise für Strom, Gas und andere Energieformen mit den Energieversorgern (EVU). Oft lassen sich durch eine Prüfung der Lieferverträge und Vertragskonditionen Einsparpotenziale entdecken.
Jeder hat die freie Wahl bei der Auswahl seines Versorgers. Die Suche und Vertragsgestaltung kann in eigener Regie durchgeführt werden oder Dritten – wie zum Beispiel einem Strommakler – übertragen werden. Eine weitere Möglichkeit ist aber auch der Anschluss an einen Strompool, wie ihn viele Handwerksorganisationen anbieten.

Um bei einer Eigenrecherche möglichst vergleichbare und aussagekräftige Angebote zu erhalten, sollten den Anbietern folgende Daten genannt werden:  
 
  • Jahresverbrauch,
  • Jahreshöchstleistung,
  • Art und Anzahl der Energiezähler,
  • Art der Versorgung für die Betriebsstätte(en) (Nieder- oder Mittelspannung),
  • Besitzverhältnisse einer eventuell vorhandenen Trafostation,
  • Lieferadresse und
  • aktuelle Lastganganalyse – wenn vorhanden.

Diese Informationen sind in der Regel aus einer Abrechnung entnehmbar. Weiterhin sollten in der Anfrage die Branche des Betriebes, die Betriebsweise (Schichtbetrieb), der angestrebte Lieferbeginn und die gewünschte Vertragsdauer aufgeführt werden. Dabei sollte der Lieferbeginn dem Ablauf des bestehenden Liefervertrages gleichen, da man ansonsten für ein weiteres Jahr an das jetzige EVU gebunden sein kann.
Durch die Bündelung des Bedarfs in einer Einkaufsgemeinschaft lassen sich oft deutlich bessere Konditionen aushandeln als für Einzelbetriebe. Der potenzielle Versorger erhält die Chance auf homogenere Lastprofile, besser verteilte Risiken und mehr Planbarkeit.
Bei der Bewertung der Angebote sollte darauf geachtet werden, dass sämtliche Bestandteile der Abrechnung wie Arbeitspreis, Jahres-/Monatsleistungspreis, Netznutzungsentgelt, Grundgebühr und Messgebühr Teile des Angebotes sind. Steuern und Aufschläge (Stromsteuer, EEG- und KWKG-Aufschlag) sind nicht Teil des Strompreises und sollten getrennt ausgewiesen werden.

Tipps und Hinweise:
 
  • Energieversorger stellen den Unternehmen auf Anfrage Lastganglinien ihrer Energieverbräuche in digitaler Form zur Verfügung (Strom jede viertel Stunde, Gas jede volle Stunde).
  • Der Steuerberater sollte prüfen, ob das Unternehmen zum Spitzensteuer-Ausgleich berechtigt ist.
  • Mit den Energiekosten sollte man sich nicht erst zum Jahresende beschäftigen. Da die meisten Verträge zum Jahresende auslaufen und entsprechende Kündigungsfristen einzuhalten sind, sollte am besten schon im September eine Bestandsaufnahme gemacht werden.

Energiecontrolling und -management



Durch ein betriebliches Energiemanagement können die Energieverbräuche und -kosten in einem Unternehmen systematisch mit dem Ziel erfasst werden, die energiebezogene Leistung kontinuierlich zu verbessern und so die Energiekosten nachhaltig zu senken.
 
Auch ohne investive Maßnahmen lassen sich – rein durch die Einführung eines Energiemanagement-Systems (EnMS) – Einsparungen beim Energieverbrauch von bis zu 10 % erzielen. Investive Maßnahmen, die auf Basis eines Energiemanagements umgesetzt werden, können zusätzlich bis zu 25 % Einsparungen erbringen.
Grundsätzlich kann jedes Unternehmen ein Energiemanagementsystem einführen und nutzen. Kleinen und mittleren Unternehmen fehlen häufig die notwendigen Ressourcen für die Einführung eines kompletten EnMS, sie können aber zunächst einzelne Bestandteile einführen.

Basis ist immer ein Energiecontrolling mit einer kontinuierlichen Erfassung der Energieverbräuche und -kosten. Hierzu sollten alle Energierechnungen und Messmöglichleiten (Strom-, Wasser-, Gas-, Betriebsstundenzähler…) systematisch ausgewertet und zum Beispiel in einem (digitalen) Energiebuch erfasst werden. Eine verursachungsgerechte Kostenzuweisung ist aber häufig erst durch den Einbau von zeitlich auflösenden Unterzählern möglich.
Größter Vorteil bei einem systematischen Controlling ist die Transparenz der Energiekosten und Energieverbräuche in den verschiedenen Produktionsbereichen. Dadurch ist es möglich, signifikante Änderungen im Energieverbrauch in einzelnen Bereichen schnell zu erkennen und zum Beispiel durch eine Verbesserung der Anlagentechnik darauf zu reagieren.
Die Grundidee eines EnMS ist die kontinuierliche Verbesserung von Prozessen auf Basis eines sich wiederholenden Zyklus. Dieser besteht aus den Phasen:
 
  • PLAN: Nach einer ersten Analyse und Bewertung des Energieverbrauchs werden Ziele gesetzt und Aktionspläne entwickelt.
  • DO: Die Aktionspläne werden umgesetzt, energierelevante Abläufe geplant, Verantwortlichkeiten festgelegt, Mitarbeiter geschult.
  • CHECK: Die Wirksamkeit der Umsetzung wird überprüft.
  • ACT: Auf Grundlage der Überprüfungsergebnisse werden gegebenenfalls Korrekturen eingeleitet.

Tipps und Hinweise:
 
  • Die Auswertung von Lieferscheinen und Rechnungen verschafft einen ersten Überblick über die Höhe und den zeitlichen Verlauf des Gesamtenergiebedarfs im Betrieb.
  • Mit der Einrichtung von „Energieteams“ lassen sich engagierte Mitarbeiter einbeziehen.
  • Zeitlich aufgelöste Stromverbräuche von Einzelanlagen ermöglichen ein Lastmanagement zur Vermeidung von teuren Stromspitzen zum Beispiel durch kurzfristiges Abschalten weniger betriebsrelevanter Anlagen wie etwa Belüftungsanlagen.
  • Kennzahlen – zum Beispiel spezifischer Energiebedarf pro Produkt (kWh/Stück, kWh/kg), pro Fläche (kWh/m²), pro Mitarbeiter (kWh/MA) oder Energiekostenanteil am Umsatz bzw. an den Herstellkosten – erleichtern die Eigenkontrolle beim Vergleich über einen bestimmten Zeitraum oder mit anderen Betrieben.

Energiebuch für Handwerksbetriebe

Um Handwerksbetrieben auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz eine adäquate Unterstützung bieten zu können, wurde das bundesweit einheitliche „Energiebuch“ entwickelt. Die Erfahrungen aus über 800 Betriebsbesuchen und Messungen von Energieverbräuchen sind in hierin eingeflossen. Hier können wichtige betriebliche Energiedaten planvoll erfasst und zentral gesammelt werden. Damit stehen alle energetisch relevanten Daten zukünftig „mit einem Griff“ zur Verfügung und können jederzeit unkompliziert als Entscheidungsbasis für künftiges Handeln genutzt werden. Es erlaubt Handwerksbetrieben mit einem geringen Aufwand ihre Kosten für Treibstoffe, Strom, Gas und Heizöl zu kontrollieren und einzusparen.
Die Energiekosten im Betrieb zu verringern ist oft einfacher als gedacht. Dazu muss man als Betriebsinhaberin oder -inhaber allerdings auch den Überblick darüber haben, welche Energiemengen für welchen Zweck wann im Unternehmen eingesetzt werden. Nach einer ersten systematischen Erfassung, reichen die Einsparungen nach dem ersten Jahr oft schon aus, um einen Urlaub zu finanzieren.
Das Energiebuch wird Betrieben der Handwerkskammer Münster auf Nachfrage im Rahmen einer initialen Beratung kostenlos überreicht. Das Energiebuch liegt als gedruckte und elektronische Version vor. Weitere Informationen, Tricks und Tipps zur Energieeinsparung im Handwerksbetrieb finden Sie unter http://www.energieeffizienz-handwerk.de/themen-energiebuch



Kontakt


Simone Enkrodt

Telefon 0251 705-1314

Energiebereitstellung


Energiebereitstellung



Viele Betriebe versuchen sich von der Fremdbelieferung mit Energie unabhängiger zu machen. Trotz der sich verringernden Einspeisevergütungen ist die Nutzung regenerativer Energien eine gute Antwort auf die Verteuerung der Energiekosten und gleichzeitig ein positiver Beitrag zu den Herausforderungen der Energiewende.
Die Investition, den eigenen Strom mittels Kraft-Wärme-Kopplung, einer Photovoltaik-Anlage und/oder Windkraft zu produzieren und zu nutzen rechnet sich oft bereits mittelfristig. Insbesondere durch die Kombination dieser Techniken ist ein hoher Deckungsgrad mit selbst erzeugtem Strom möglich.
 

Kraft-Wärme-Kopplung

Die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) bezeichnet die gleichzeitige Bereitstellung von Strom und Wärmeenergie. Die Erzeugung der Elektrizität erfolgt über einen motorgetriebenen Generator oder eine Brennstoffzelle. Die gleichzeitig entstehende Wärme wird über einen Wärmeübertrager für die weitere Nutzung zur Verfügung gestellt.

Vorteil der KWK-Technologie ist die gesteigerte Energieeffizienz bei gekoppelter Strom- und Wärmeerzeugung. Gegenüber einer konventionellen getrennten Energieerzeugung ergibt sich eine Primärenergieeinsparung von 15 bis 30 %, gekoppelt mit einer Reduktion von Emissionen, der Einsparung von Energieressourcen, der Vermeidung von Übertragungsverlusten sowie die Entlastung der Stromnetze durch dezentrale Erzeugung.
Ein entscheidender Faktor für die Wirtschaftlichkeit im Betrieb einer KWK-Anlage ist die gleichzeitige Nutzung von Strom und Wärme. Der ideale Einsatzbereich für dezentrale KWK sind Objekte mit einem ganzjährigen Wärmebedarf. Üblicherweise erfolgt die Nutzung für die Gebäudeheizung sowie die Trinkwassererwärmung. Aufgrund des zeitlich variierenden Wärmebedarfs werden KWK-Anlagen hier in der Regel mit 15 % bis 30 % der Gesamtheizleistung installiert, decken aber durch die hohe Betriebsstundenzahl etwa 50 bis 70 % des Jahreswärmebedarfs im Objekt. Weitere Möglichkeiten zur Wärmenutzung sind die technologische Prozesswärme und die Trocknung.
Je nach eingesetzter KWK-Technologie muss das jeweilige Temperaturniveau der Abwärme beachtet werden. Bei Verbrennungsmotoren werden bei der Wärmeentnahme mittels Öl- und Kühlwasser-Wärmeübertragern Temperaturen zwischen 60 und 90 °C erreicht, höhere Temperaturen werden durch die Abgas-Wärmerückgewinnung gewonnen.
Ein weiteres Anwendungsfeld ist die Klimatisierung mittels Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung (KWKK). Hierbei wird die KWK-Abwärme mittels Adsorptions- oder Absorptionskälteanlagen für die Gebäudeklimatisierung oder Prozesskühlung genutzt.

Tipps und Hinweise:
 

  • Für die Wirtschaftlichkeit ist die Gleichzeitigkeit der Nutzung von Wärme und Strom wichtig.
  • Je günstiger der Brennstoffpreis gegenüber dem Strompreis, umso rentabler ist die KWK.
  • Die Wirtschaftlichkeit wird durch jährliche Benutzungsstunden bestimmt.
  • Notstromfähige BHKW können das Notstromaggregat ersetzen



Photovoltaik (PV)

In vielen Unternehmen stehen geeignete Dachflächen zur Nutzung der Solarenergie zur Verfügung. Durch günstigere Komponentenpreise ist in den letzten Jahren Sonnenstromproduktion deutlich kostengünstiger geworden. Während zu Zeiten hoher Einspeisevergütung die Module zur maximalen Stromgewinnung nach Süden orientiert waren, ist die ideale – auf Eigennutzung ausgelegte Anlage – sowohl nach Osten und nach Westen orientiert. Dadurch ergibt sich ein gleichmäßiges Solarstromangebot über den ganzen Tag.
Faustformel: 8 m² PV-Fläche ~ 1kWp ~ 1000 kWh Stromertrag pro Jahr
Da das Stromverbrauchsprofil und die Lastspitzen Einfluss auf die sinnvolle Anlagengröße haben, ist eine möglichst genaue Kenntnis der zeitlichen Verteilung und der Stromlasten über den Tag, die Woche und den Jahresverlauf für eine angepasste Anlagenauslegung sinnvoll und notwendig.
Die Sonne ist an vielen Tagen ganz oder teilweise von Wolken verdeckt. Dann können Batteriespeicher die kurz- und mittelfristige Verschattungen überbrücken. Diese Speicher können dann auch zur Kappung von Stromlastspitzen genutzt werden.
Elektromobilität (insbesondere zur Arbeit) bietet eventuell die Möglichkeit zur temporären Erweiterung des Speichersystems. Da E-Mobile leistungsstarke Batterien haben, können sie den selbst erzeugten Strom zwischenspeichern und in der Ladezeit das Lastmanagement unterstützen.

Tipps und Hinweise:
 

  • Geeignete, nutzbare Dachflächen bestimmen die Größe der Photovoltaik-Anlage.
  • Die Auswertung der Lastprofile gibt Auskunft über eine sinnvolle PV-Anlagengröße und die Einsatzmöglichkeit von Speichern.
  • Nutzung von Elektromobilen kann selbstgenutzten Anteil von PV-Strom erhöhen.



Kleinwindanlagen (WKA)

Im Außenbereich können Kleinwindanlagen (maximal 50 kW) eine gute Ergänzung zu einer PV-Anlage sein. Da die Effektivität stark von der mittleren Windgeschwindigkeit abhängt, ist ein Aufstellort so auszuwählen, dass die umgebende Oberfläche möglichst geringe Turbulenzen erzeugt und/oder der Mast möglichst hoch ist. Daten über das regionale Windpotenzial liefert der Deutsche Wetterdienst, diese können eigene Messungen (mindestens 1 Jahr) am geplanten Standort aber nicht ersetzen.
Kleinwindanlagen (10 bis 50 Meter Gesamthöhe) gelten in NRW als bauliche Anlagen im Sinne der Landesbauordnung. Daher ist für Anlagen, die entweder neben oder auf einem Gebäude errichtet werden sollen, ein Baugenehmigungsverfahren durchzuführen. Desweiteren sind gegebenenfalls weitere Genehmigungen und Erlaubnisse bezüglich Lärm und Schattenwurf einzuholen. Unabhängig zum Genehmigungsverfahren gehören zur Planung unbedingt Gespräche mit den Nachbarn, da beispielsweise Reflektionen an den Rotorblättern störende Lichtblitze erzeugen können.
Die maximal erzielten Werte für den Windertrag liegen derzeit bei 200-400 kWh pro m² Rotorfläche. Wird der Strom ins öffentliche Netz gespeist, zahlt der Netzbetreiber eine Einspeisevergütung.

Tipps und Hinweise:
 

  • Verwirbelung des Windes durch Barrieren wie Häuser oder Hecken senken die ‚Windernte‘: Vor allem aus der Hauptwindrichtung sollte der Rotor frei anströmbar sein;
  • Investitionen in Klein-WKA lohnen sich üblicherweise erst ab einer mittleren Windgeschwindigkeit von ca. 7 Meter pro Sekunde (m/s).
  • Eine angebotene Anlage sollte möglichst ein Zertifikat nach DIN/IEC 61400-2 besitzen.
  • Ein hoher Eigenverbrauch des Windstroms ist für die gute Wirtschaftlichkeit wichtig.

Logistik


Logistik



In der Fahrzeugbeschaffung und der Organisation der Logistik gibt es einige Möglichkeiten zur Energiekosten-Einsparung. Das gilt insbesondere für Unternehmen mit vielen Fahrzeugen im Montage-, Wartungseinsatz oder im Störungsdienst.
Fahrzeugbeschaffung

Als Alternative für herkömmliche Kraftstoffe wie Benzin und Diesel können nach Umrüstung oder Anpassung des Motor- und Tanksystems Biodiesel und Pflanzenöl in Fahrzeugen mit Dieselmotor verwendet werden. Der Einsatz von Erdgas und Flüssiggas als Kraftstoff ist zurzeit nur in Ottomotoren möglich.
In gewerblichen Fuhrparks können Elektroautos bereits heute insbesondere in innerstädtischen Bereichen wirtschaftlich eingesetzt werden. Die jährliche Fahrleistung spielt dabei eine entscheidende Rolle. Steuerliche Vorteile der stromgetriebenen Fahrzeuge und der oft günstigere Gewerbestromtarif sind Pluspunkte in der Gesamtkostenrechnung. Noch besser ist die Wirtschaftlichkeit, wenn die Fahrzeuge nachts im Unternehmen von einem Blockheizkraftwerk geladen werden und dieses dadurch länger ausgelastet ist.

Flottenmanagement

Beim digitalen Flottenmanagement lässt sich mit einer Software der Standort des Fahrzeugs mit dem „Global Positioning System“ im Unternehmen lokalisieren. Mit rechnergestützten Auftragsvorschlägen kann der Disponent eine optimierte Wegstreckenplanung vornehmen, ebenso wie einen Abgleich zwischen den voraussichtlich benötigten Teilen, den Vorräten auf dem Fahrzeug und den am Morgen vom Lager mitzunehmenden Teilen. Insbesondere beim kurzfristigen Störungsdienst für Heizungen oder Klimaanlagen ist es dann auch möglich, das Fahrzeug mit den passenden Ersatzteilen an Bord auf dem schnellsten Weg zum Auftragsort zu führen, ohne dass jedes Fahrzeug immer alle Teile an Bord haben muss. Hierdurch können sich deutliche Kosteneinsparungen ergeben.
Lagerhaltung
Mit einer digitalen Lagerhaltung ist es möglich, die Lagerbestände auf ein Minimum zu reduzieren. Gerade in Unternehmen mit einer Vielzahl von Teilen kann erreicht werden, dass die Nachbestellungen beim Großhandel automatisch ausgelöst werden und so unnötige und zeitraubende Fahrten der Monteure zum Handel vermieden werden. Wenn auch die Bestückung der Fahrzeuge – als Zwischenlager – in die Teileerfassung einbezogen ist, kann zudem eine projektbezogene Materialabrechnung vereinfacht werden.

Tipps und Hinweise:

•    Energiekostensenkung durch regelmäßige Wartung,
•    regelmäßige Prüfung und Anpassung des Luftdrucks,
•    benennen eines Verantwortlichen im Unternehmen für die Tourenplanung,
•    Spritspartraining für die Mitarbeiter und
•    Einführung einer schlanken, digital gestützten Lagerhaltung.

Gebäude


Gebäude

Gebäudehülle



Energieverluste beim Beheizen der Betriebsgebäude kosten bares Geld. Neben unzureichender Wärmedämmung der Gebäudehülle sind oft überalterte, zu große oder undichte Hallentore Grund für Wärmeverluste. Denn was nützt eine gute Wärmedämmung, wenn die mit teurer Energie erwärmte Innenluft durch offen stehende Tore oder undichte Stellen in der Gebäudehülle entweichen kann? Neben baulich-technischen Maßnahmen ist es immer wichtig, das Klimatisierungskonzept auf die betrieblichen Abläufe anzupassen.
 
In der Regel bewirkt eine Modernisierung ineffizienter Wärmeerzeuger besonders schnelle wirtschaftliche Einsparungen, die aber ohne eine gleichzeitige Verringerung von Wärmeverlusten über die Gebäudehülle nicht nachhaltig sind. Bei einer integrierten Herangehensweise sind bis zu 80 % Energieeinsparung möglich.
Für die Senkung des Energieverbrauchs bei der Klimatisierung des Gebäudes gilt es nicht nur den winterlichen Wärmeschutz durch zusätzliche Dämmung zu optimieren, sondern auch den sommerlichen Wärmeschutz. Möglichkeiten dazu sind die Verschattung der Fenster, die Hinterlüftung von Wänden und Dächern sowie die Wärmespeicherfähigkeit von Materialien.
 

Mögliche Maßnahmen bei ganzheitlicher Betrachtung

 

Wärmeversorgung

Die Effizienz der Wärmeerzeugung hat sich in der letzten Zeit zum Beispiel durch eine Optimierung der Luftmengenregulierung deutlich verbessert. Mit der Senkung des Heizwärmebedarfs durch bessere Dämmung ist es möglich geworden, die Wärme großflächig zum Beispiel über Fußbodenheizung (Betonkernaktivierung) oder Strahlungswärme (Hell-/Dunkelstrahler, Deckenstrahlplatten) effizienter zu verteilen.

Die wichtigsten Energie-Effizienzmaßnahmen:
 
  • Anpassung der Wärmeverteilsysteme an die Arbeitserfordernisse (Strahlungsheizung – Luftheizung),
  • Modernisierung und bedarfsgerechte Anpassung der Kesselanlage und des Verteilnetzes,
  • Einsatz erneuerbarer Energieträger und/oder Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen zur Wärmebereitstellung und
  • Die gezielte Nutzung interner Wärmequellen (Abwärmepotenziale).



Außenwand und Dach

Die größten Wärmeverluste finden in der Regel über die Hallendecke statt. Die Anbringung einer nachträglichen Wärmedämmung sollte immer auch mit der Verbesserung der Luftdichtheit einhergehen.

Geeignete Maßnahmen sind:
 
  •  Verbesserung des Wärmeschutzes durch Dämmung insbesondere der Dachkonstruktion nach dem Grundsatz „lieber etwas stärker dämmen als zu wenig“,
  • Herstellung der Luftdichtheit des Gebäudes und
  • Nutzung von Hinterlüftung bei Fassaden und Dächern.



Fenster und Verglasungen

Grundsätzlich gibt es bei der Verglasung von Räumen den Zielkonflikt, dass zwar möglichst viel Tageslicht gewünscht oder gefordert ist (mindestens 20 %), die Fenster und Lichtbänder aber in Punkto Wärmedämmeigenschaften fast immer schlechter sind als eine gedämmte Wand.

Die wichtigsten Energie-Effizienzmaßnahmen:
 
  • Optimierte Nutzung von Tageslicht zur Reduktion des Anteils künstlicher Beleuchtung und Senkung des Stromverbrauchs,
  • Nutzung von Fenstern mit guten thermischen Eigenschaften und geringen Wärmeverlusten,
  • Einsatz eines effektiven außenliegenden Sonnenschutzes zur Vermeidung von Überhitzung im Sommer (zum Beispiel durch Lichtlenkung) und
  • Optimierung der Fensterflächenanteile entsprechend der Ausrichtung.



Hallentore und -türen

Die Installation von modernen Rolltoren mit guten thermischen Eigenschaften und hoher Luftdichtheit hilft, Wärmeverluste zu vermeiden.

Die wichtigsten Energie-Effizienzmaßnahmen:
 
  • Planung der Betriebsabläufe, so dass möglichst wenig Torpassagen nötig sind;
  • Vereinfachung oder Automatisierung des Öffnens und Schließens der Tore und Türen;
  • Einbau von Schnelllauftoren, wo häufiges Toröffnen verlangt ist;
  • Beachtung der Wärmedämmeigenschaft und Luftdichtheit der Tore, und zwar umso mehr je weniger die Tore geöffnet sind;
  • regelmäßige Inspektion der Dichtungen, da diese schnell beschädigt werden und
  • Vermeidung der Toröffnung für Mitarbeiter beim Betreten oder Verlassen des Gebäudes durch Schlupf- oder Nebentüren



Thermische Zonierung

In der Regel müssen nicht alle Bereiche im Unternehmen gleich temperiert sein. Daher ist es wichtig, den Wärmebedarf der einzelnen Bereiche im Betrieb zu ermitteln und regelmäßig zu hinterfragen.
Eine angepasste Temperatur lässt sich aber nur dann einstellen, wenn die Bereiche voneinander thermisch trennbar sind. Das kann baulich durch Wände und durch Türen oder (Schnelllauf-)Tore erreicht werden.

Die Maßnahmen:
 
  • Bauliche Unterteilung des Betriebes, so dass eine thermische Zonierung möglich ist;
  • Anpassung der Temperatur in den Zonen;
  • Vereinfachung des Übergangs von einer Temperaturzone in die andere – insbesondere bei großem Temperaturgefälle – etwa durch Automatiktüren oder Schnelllauftore und
  • Absprache des Wärmebedürfnisses mit den Mitarbeitern.

Wärmeerzeugung



Neben den Stromkosten sind die Kosten für die Wärmebereitstellung nennenswert. Die richtige Auswahl des Energieträgers hängt von verschiedenen Faktoren ab. Einen wichtigen Einfluss haben zum Beispiel die Energiemenge, Wärmeverteileinrichtungen, die benötigte Temperatur, zur Verfügung stehende Aufstell- und Lagermöglichkeiten, vorhandene Abwärme und das zu beheizende Gebäude, beziehungsweise die erforderliche Prozessenergie.
 

Kesselsysteme

Die heute gebräuchlichsten Kesselsysteme nutzen Öl, Biomasse, Holz oder – zunehmend – Gas.
Um auch die Energie im Verbrennungsabgas nutzen zu können, sollte bei der Neuinstallation ein Brennwertkessel eingesetzt werden. Die Nutzung der Kondensationswärme kann den Kesselwirkungsgrad deutlich verbessern. Kombiniert werden sollte solch eine Anlage immer mit einem großflächigen Wärmeverteilsystem (zum Beispiel einer Fußbodenheizung), das mit niedriger Vorlauftemperatur auskommt.
Für die Verbesserung des Wirkungsgrades bei einer Leistungsanpassung reicht es oft, eine andere Düse einzusetzen. Ein Pufferspeicher kann die Laufzeit pro Brennerstart verlängern und zur Schonung von Kessel und Brenner die die Anzahl der Startvorgänge (Takten) reduzieren.
Durch einen hydraulischen Abgleich werden alle Heizkörper – individuell eingestellt – mit dem passenden Volumenstrom versorgt und erreichen damit auch gleiche Temperaturen.
 

Wärmepumpe

Strombetriebene Wärmepumpen arbeiten am effizientesten bei niedrigen System-temperaturen und benötigen großflächige Wärmeverteilsysteme. Je geringer die Temperaturdifferenz zwischen der Wärmequelle (Boden, Luft, Wasser) und der benötigten Temperatur im Heizsystem ist, umso höher ist die Effizienz der Wärmepumpe.
 

Solarthermie

Bei großem jahreszeitlich unabhängigem Warmwasserbedarf kann es rentabel sein, im Sommer das Wasser überwiegend über eine Solaranlage zu erwärmen. In Kollektoren auf dem Dach wird durch die solare Strahlung eine Flüssigkeit erhitzt und die Energie über einen Wärmetauscher in einem Speicher auf das zu erwärmende Wasser übertragen.
In der Regel wird die Kollektorfläche der Solarthermie-Anlage so ausgelegt, dass das Brauch-Warmwasser im Jahresschnitt zu 60 % solar erhitzt wird.
Einen Schritt weiter geht das Konzept einer Solarthermie-Anlage mit Heizungsunterstützung. Hierzu werden Kollektorfläche und Speicher so groß ausgelegt, dass die gewonnene Solarwärme zum Beispiel in der Übergangszeit ausreicht, um die Räume aufzuheizen.
 

Kraft-Wärme-Kopplung

In Unternehmen, die auch im Sommer Wärme benötigen, kann der Einsatz eines Blockheizkraftwerks (BHKW) rentabel sein. Ein BHKW besteht aus einer Motor-Generator-Einheit, die Strom erzeugt. An die Einheit gekoppelt sind Wärmetauscher, die die Wärme im Kühlwasser und im Abgas auf den Wasserkreislauf für Heizungs- und Brauchwasser übertragen. Das mit Gas oder Öl angetriebene Kraftwerk sollte eine möglichst hohe gleichzeitige Nutzung von Strom und Wärme aufweisen, um wirtschaftlich zu sein.
Ein zusätzlicher Kessel (Spitzenkessel) heizt bei Wärmebedarfsspitzen nach.

Tipps und Hinweise:
 
  • Bei der Auslegung des Heizkessels sollte eine Überdimensionierung vermieden werden. Ein Brennwertkessel ist besonders flexibel, weil er seinen höchsten Wirkungsgrad schon deutlich unterhalb der Volllast erreicht.
  • Häufiges Takten sollte vermieden werden: Modulierende Brenner ermöglichen einen Teillastbetrieb.
  • Wartungsintervalle für Kessel und Brenner sollten dringend eingehalten werden.
  • Niedertemperatur-Wärmeverteiler wie etwa eine Fußbodenheizung sind effizienter als Hochtemperatur-Heizkörper.
  • Drehzahlgeregelte Umwälzpumpen sind besonders effizient.
  • Wärmeverteil-Leitungen müssen insbesondere in unbeheizten Räumen sehr gut gedämmt sein.
  • Es ist sinnvoll, einzelne Heizkreisläufe getrennt schalten zu können.
  • Bei langen Zuleitungswegen des Warmwassers zur Zapfstelle kann der Betrieb von elektrischen Boilern vor Ort effizienter sein.
  • Einen besonders hohen Wirkungsgrad kann eine Luft-Luft-Wärmepumpe durch die Nutzung der Wärme im Abluftstrom erzielen.
  • Solarthermie: Durch solare Warmwassererzeugung kann in der Regel im Sommer und in der Übergangszeit der Kessel ausgeschaltet bleiben.

Lüftung, Klimatisierung und Kühlung



Die wesentlichen Funktionen von Belüftungssystemen sind die Schaffung eines angenehmen Raumklimas, der Abzug unerwünschter Luftbestandteile und die Gewährleistung der geforderten Luftqualität. Häufig unterstützt oder ersetzt die Raumlufttechnik die natürliche Belüftung. Bei der konsequenten energetischen Optimierung können Energieeinsparpotenziale von bis zu 25 % realisiert werden.
 
Bei größeren Räumen wird in der Regel die Be- und Entlüftung über ein zentrales Lüftungsgerät mit Kanalsystem zur Luftverteilung realisiert. Durch ein Wärmerückgewinnungssystem kann die Außenluft mit hohem Wirkungsgrad vorerwärmt werden.
Bei bestimmten Produktionsprozessen oder sehr hohen inneren Wärmelasten kann es notwendig werden, die Werkhalle zu kühlen beziehungsweise zu klimatisieren. Werden feste Raumtemperaturen und Raumfeuchtewerte verlangt, ist der Einsatz von Kälteanlagen fast immer notwendig. Wird hingegen nur die Kühlung der Werkhalle zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen gefordert, kann eine adiabate Kühlung (Wärmeentzug durch verdampfendes Wasser) eingesetzt werden. Solche Kühlsysteme ermöglichen im Sommer – ohne Strom für Kältekompressoren – eine Absenkung der Zulufttemperatur von 6 °C unter der Außenlufttemperatur. Zur Kühlung eingesetzt werden auch Absorptionskältemaschinen, die zum Antrieb des „Thermischen Verdichters“ Wärme zum Beispiel aus der Solaranlage oder dem BHKW benötigen.

Grundsätzlich sollten die Anlagen nur dann laufen, wenn tatsächlich ein Bedarf besteht, und das dann nur mit der wirklich notwendigen Leistung. Für solch eine bedarfsorientierte Fahrweise sollten Gebäudebereiche mit unterschiedlicher Nutzung getrennt voneinander regelbar sein.
Wichtig für die Optimierung einer lufttechnischen Anlage ist eine energetische Analyse des bestehenden Energieverbrauchs und des tatsächlichen Bedarfs. Hierbei muss das Gesamtsystem mit all seinen Anlagenkomponenten betrachtet werden. Energieeinsparpotenziale ergeben sich beispielsweise in Bezug auf die Auslegung und den Wirkungsgrad der eingesetzten Ventilatoren, die Optimierung des Kanalnetzes und durch die Nutzung der Möglichkeiten zur Wärmerückgewinnung.
Die Energiekosten bei raumlufttechnischen Anlagen sind erheblich und damit das Ausschöpfen der Energieeffizienzpotenziale in der Regel sehr wirtschaftlich.

Tipps und Hinweise:
 
  • Regelmäßige Überprüfung des Luftkanalnetzes auf Undichtigkeiten;
  • Regelmäßige Reinigung und Wartung der Lüftungsanlagen (Filterwechsel, Riemenprüfung, Reinigung von Wärmetauscher und Verdampfer am besten zustandsorientiert);
  • Bedarfsgerechte Regelung durch regelmäßiges Überprüfen der Führungsgrößen und Optimierung der Betriebszeiten;
  • Regulierung der Luftmenge durch motorische Volumenstromregler und direkt angetriebene, drehzahlgeregelte Ventilatoren mit Frequenzumrichter oder polumschaltbaren Motoren;
  • Zulassung möglichst großer Toleranzen der Sollwerte bei der Regelung des Raumklimas (Temperatur, Luftfeuchte, Luftleistung, Aufbereitungsgrad der Luft);
  • Minderung der Druckverluste durch geradlinige Kanalführung mit rundem Querschnitt;
  • Nutzung von Wärmerückgewinnung;
  • Verringerung der Kühllast durch Verschattung der Fenster und Lichtbänder und Einsatz von Dämmmaterial mit gutem sommerlichen Wärmeschutz;
  • Nutzung von (Ab-) Wärmequellen mit mindestens 80 °C zur Erzeugung von Kälte mit einer Absorptions- oder einer Adsorptionskälteanlage;
  • Beachtung einer ausreichenden Wärmedämmung der Kälte führenden Anlagenteile und Rohrleitungen und
  • Entkoppelung von Lüftung und Klimatisierung: Reduktion des Luftvolumens auf Lufterneuerungsanforderung.

Beleuchtung



Beleuchtung mit Tageslicht ist generell dem künstlichen Licht vorzuziehen. Denn der für eine künstliche Beleuchtung nötige Strom verursacht bis zu 50 % der Stromkosten. Deshalb sollte die künstliche Beleuchtung so effizient wie möglich eingesetzt werden.
 
Durch den technischen Fortschritt bei Beleuchtungssystemen, insbesondere durch die LED-Technik, bestehen bei der Sanierung von Beleuchtungsanlagen hohe Einsparpotenziale. Die Wirtschaftlichkeit hängt stark vom Alter und technischen Zustand der Bestandssysteme ab. Je älter und ineffizienter die Systeme sind und je mehr Betriebsstunden die Anlage im Jahr leistet, desto schneller rentiert sich die Investition in eine Neuanlage.

Tipps und Hinweise:
 
  • Weitmöglichste Nutzung von Tageslicht, bei großen Fensterflächen ist jedoch zusätzlicher Schutz (Verschattung) gegen Überhitzung notwendig;
  • Anpassung der Beleuchtungsstärke an die Sehaufgabe (ausreichend aber nicht überdimensioniert);
  • Professionelle Lichtplanung bei der Neuauslegung der Beleuchtungsanlage;
  • Austausch stark überalterter Systeme mit konventionellen Vorschaltgeräten gegen energieeffiziente Leuchtmittel mit elektronischen Vorschaltgeräten oder LED-Technik;
  • Regelmäßige Reinigung der Leuchten und Reflektoren: durch eine hohe Staubbelastung der Luft nimmt die Lichtausbeute schon innerhalb eines Jahres stark ab;
  • Helle Innenoberflächen der Räume durch regelmäßigen Anstrich;
  • Bedarfsgerechte Anordnung der Leuchten: Bei individueller, punktueller Ausleuchtung des Arbeitsplatzes kann die Stärke der Allgemeinbeleuchtung reduziert werden;
  • Nutzung neuer Installationsmöglichkeiten: LED-Technik ist nicht mehr sensibel auf Vibrationen/Erschütterungen und erzeugt weniger Abwärme;
  • Anpassung der Beleuchtungsstärke an das Tageslicht durch Wegschalten einzelner Lampen oder Dimmen der Gesamtbeleuchtung mittels Lichtsensoren und
  • Abschalten unnötiger Beleuchtung über Anwesenheits-, Bewegungs- oder Zeitsteuerung.

Abwärmenutzung



In vielen Verfahren im Unternehmen fällt systembedingt Wärme in unterschiedlichen Temperaturniveaus ab. In dieser Abwärme steckt häufig ein Potenzial, das sich zur Energie-Einsparung nutzen lässt und so den Primärenergiebedarf reduzieren hilft.
 
Wichtig für eine Analyse des Wärmeenergieeinsatzes ist die genaue Feststellung der benötigten und anfallenden Wärme- und Abwärmemengen, ihres Temperaturniveaus und ihrer Ganglinien. Während beispielsweise die Abwärme von Motoren die Raumluft erwärmt und im Winter den Heizwärmebedarf reduziert, kann die Abwärme von Quellen mit höherer Temperatur konzentriert erfasst werden. Solche Quellen sind Verbrennungsmaschinen, Öfen, Kompressoren oder Abkühlprozesse in der Produktion.
Eine wichtige Komponente für die Wärmerückgewinnung ist der Wärmetauscher. Durch ihn kann Abwärme – ein Temperaturgefälle vorausgesetzt – direkt oder über ein Zwischenmedium auf einen anderen Prozess übertragen werden. Wärmepotenziale sollten ortsnah und möglichst direkt genutzt werden. Bei nicht kontinuierlich ablaufenden Prozessen muss auf Wärmespeicher zurückgegriffen werden.

Mit einer Wärmepumpe kann die Wärme aus der Raumabluft für die Beheizung nutzbar gemacht werden, indem sie mit Hilfe eines Kompressionskreislaufs Wärme von einem niedrigen auf ein höheres Temperaturniveau anhebt.
In Kompressoren entstehen prozessbedingt bei der Verdichtung der Luft oder des Kältemittels bis zu 94 % Abwärme. Diese Wärme kann oftmals wirtschaftlich für die direkte Warmluft-Raumbeheizung eingesetzt werden. Voraussetzung hierfür ist ein luftgekühlter Kompressor, dessen erwärmte Kühlluft über ein Kanalsystem in einen zu erwärmenden Raum geführt wird. Die Leitungswege sollten möglichst kurz sein, da ansonsten die Druckverluste im Kanal durch einen Zusatzventilator kompensiert werden müssen. Im Sommer kann die Abwärme über eine Weiche im Kanal ins Freie geführt werden. Bei Kompressoranlagen mit Ölkühlung kann die Abwärme der Drucklufterzeugung zur Brauchwassererwärmung ganzjährig genutzt werden.
Bei Öfen kann die Energie im Abgas über einen Luft-Wasser-Wärmetauscher auf das Speichermedium Wasser übertragen werden. Die größte Energie steckt bei Backöfen in den Schwaden, wenn im Wärmetauscher der Wasserdampf auskondensiert.
Bei dauernder Abwärme auf einem Temperaturniveau über 130 °C ist es möglich, die Wärmeenergie in einer Absorptionskältemaschine zur Erzeugung von Kaltwasser zu nutzen.

Tipps und Hinweise:
 
  • Die Differenz zwischen Abwärme-Temperatur und benötigter Temperatur bestimmt die Wirtschaftlichkeit der Wärmerückgewinnung: je höher umso besser.
  • Wärmebilanz: Das Verhältnis von Energieangebot zu Energiebedarf sollte mengenmäßig möglichst gut übereinstimmen.
  • Nutzung der Kompressoren-Abwärme für die Gebäudeheizung und Warmwasserbereitung: Die einfachste Art der Nutzung ist es, die Kühlluft der Kompressoren in der Heizperiode als Warmluft für den Betrieb zu verwenden.
  • Die Nieder-Temperatur-Abwärme kann mittels Luft/Luft- oder Luft/Wasser-Wärmepumpe nutzbar gemacht werden.

Maschinen/Anlagen


Maschinen/Anlagen

Maschinen, Anlagen und Antriebe



In vielen Betrieben entfällt fast die Hälfte des Stromverbrauchs auf elektrisch angetriebene Systeme. Relevant sind nicht nur die Motoren in Verarbeitungsmaschinen, sondern auch in Lüftungsanlagen oder Kompressoren. Elektrisch angetriebene Systeme haben häufig ein wirtschaftliches Stromeinsparpotenzial von 20 bis 30 % und mehr.
Um den Energieverbrauch von Elektromotoren europaweit zu reduzieren, müssen Elektromotoren Mindestanforderungen der Energieeffizienz entsprechend der EU-Verordnung Nummer 640/2009 über die „umweltgerechte Gestaltung von Elektromotoren“ erfüllen. Ineffiziente Elektromotoren werden schrittweise vom Markt genommen.
Für eine Optimierung der Energieeffizienz einer Maschine sollte immer das Gesamtsystem aus Umrichter, Motor und Getriebe betrachtet werden. Insbesondere bei häufigen Lastschwankungen sollte der Antrieb optimal gesteuert werden. Regel- und Steuervorrichtungen (zum Beispiel Frequenzumrichter) eines Antriebs sorgen dafür, dass die Antriebsleistung dem Bedarf angepasst wird und somit der Stromverbrauch des Antriebs reduziert wird. Um den Verschleiß sowie Reibungsverluste von Maschinenteilen zu vermindern, spielt auch die Reibungsminderung in Motoren und Getrieben eine Rolle. Hier sollte auch auf den Einsatz von reibungsmindernden Schmierstoffen in Antrieben geachtet werden. Auch die regelmäßige Wartung erhöht die Energieeffizienz der Motoren.

Tipps und Hinweise:
 
  • Achten auf die Verwendung von hocheffizienten Elektromotoren mit Energieeffizienzklasse IE2 oder IE3 insbesondere beim Neukauf von Maschinen und Anlagen;
  • Einsatz regelbarer (zum Beispiel drehzahlgeregelter) elektrischer Antrieben bei wechselnden Lasten;
  • Abschalten energieintensiver Geräte und Anlagen in den Pausen: aber auf keinen Fall gleichzeitig wieder anschalten, da sonst Lastspitzen entstehen;
  • Abschalten der Absaugungen und andere Hilfsmaschinen zeitgleich mit der Hauptmaschine;
  • Umschaltung von Drehstrommotoren von „Dreieck-“ auf „Sternschaltung“, wenn die Auslastung des Motors häufig geringer als ein Drittel der Nennlast ist und
  • Kosteneinsparung durch Blindleistungskompensation: Das entlastet nicht nur das Stromversorgungsnetz, sondern trägt auch zur Senkung der Übertragungsverluste in allen elektrischen Energieversorgungsnetzen bei.

Druckluft



Auf Druckluftsysteme ist fast jeder produzierende Betrieb im Handwerk  angewiesen. Die aufwendige Herstellung der komprimierten Luft führt dazu, dass mehr als zwei Drittel der Lebenszykluskosten von Druckluftanlagen durch den Energieverbrauch entstehen, nur ein Drittel auf Investitions- und Wartungskosten.
 
Druckniveau, Menge und Qualität der erforderlichen Druckluft sind spezifisch für die betriebenen Geräte. Die Kenntnis über die geforderten Druckluftparameter ist erforderlich, um die davorliegenden Systemkomponenten – wie Verteilung (Rohrnetz), Aufbereitung (Trocknen und Filtern) sowie Erzeugung (Kompressoren) mit Steuerung und Regelung – optimal auf die Verbraucher einzustellen.
Beim effizienten Einsatz von Druckluft und durch Ausschalten der Verlustquellen können häufig die Energiekosten um bis zu 50 % gesenkt werden. Die größten vermeidbaren Energieverluste entstehen durch Leckagen (bis 30 %), fehlende Kompressor-Steuerung (bis 25 %) und Druckverluste (zwischen 6 und 10 % pro Bar).

Einen großen Einfluss auf die Energieeffizienz hat die Druckluftverteilung im Rohrsystem. Leckagen sind keine Seltenheit und verursachen hohe Kosten. Ursachen für Leckagen können Verunreinigungen und Feuchtigkeit in der Druckluft sein. Durch den regelmäßigen Wechsel der Filterelemente innerhalb der vorgeschriebenen Intervalle werden solche Schäden minimiert.
Häufig sind im Laufe der Zeit ohne Neudimensionierung immer mehr Verbraucher an immer längere Hauptleitungen angeschlossen worden. Dabei sollte der Druckabfall vom Druckluftbehälter zur Kupplung an der Wandscheibe 0,1 Bar nicht übersteigen.
Treten mehrere Probleme in einem Druckluftsystem auf, kann aus Kosten-Nutzengesichtspunkten ein neues Netz im Vergleich zu einer Teilsanierung die wirtschaftlichste Lösung sein. Die Amortisationszeit für eine Sanierung oder Neuinstallation ist häufig sehr kurz, da der Energiekostenanteil beim Anlagenbetrieb sehr hoch ist.

Tipps und Hinweise:
 
  • Verwendung von Druckluft als teuerster Energieform nur da, wo sie fertigungstechnisch unabdingbar ist: Viele Anwendungen (zum Beispiel auch Schalter und Ventile) sind elektrisch effizienter als pneumatische Lösungen;
  • Regelmäßige Wartung und Instandhaltung durch Wechseln der Filter und Prüfung der Leckagen im Leitungsnetz;
  • Möglichst niedriges Druckniveau im Netz: Für Einzelverbraucher mit höherem Druckniveau sind eigene Netze oder eine dezentrale Druckerhöhung oft sinnvoller;
  • Messung des Druckluftverbrauchs, der Betriebsstunden und des Stromverbrauchs für die genaue Ermittlung der Druckluft-Energiekosten: Eine eigene Kostenstelle für Druckluft ist zu empfehlen;
  • Leckageortung mit Ultraschall oder Schaumsprühgeräten;
  • Stand der Technik: Kompressoren mit Hocheffizienzmotoren und drehzahlvariablen Antrieben;
  • Übergeordnete intelligente Steuerung (Verbundsystem) ermöglicht beim Einsatz mehrerer Kompressoren unterschiedlicher Leistung eine bessere Auslastung des Einzelkompressors;
  • Aufstellungsort so wählen, dass der Kompressor mit ausreichender Mengen trockener, kalter (Nordseite) und sauberer Luft versorgt werden kann;
  • Abwärmenutzung zur Lufterwärmung (Heizungsunterstützung) oder Warmwasserbereitung;
  • Sorgfältige Rohrnetzberechnung und Auslegung: Rohre mit ausreichendem Querschnitt und geringer Innenrauigkeit sowie weiten Bögen und Hosenstücken statt Knie- und T-Stücken verringern den Druckabfall;
  • Verlustarme Kupplungen, Armaturen und Schläuche verwenden;
  • Anlagen mit starken Verbrauchsschwankungen benötigen große Druckluftspeicher;
  • Trocknung und Entölung bei der Druckluftaufbereitung so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich und
  • Trennen nicht benötigter Verbraucher vom Druckluftnetz durch (Magnet-)Ventile: Nachts sollte das ganze Netz vom Speicher getrennt werden.

Kältetechnik



Gerade in Lebensmittel verarbeitenden Betrieben wird für die Kühlung sehr viel Energie verbraucht. Die Erzeugung von Kälte erfolgt heute in der Regel in Kältemaschinen mit einem Kompressionskreislauf.
Das größte Energiesparpotenzial liegt in der Optimierung der Verdampfungs- und Kondensationstemperatur. Durch moderne Regulierungsmethoden, wie zum Beispiel einen wassergekühlten Verflüssiger können Verbesserungen von bis zu 20 % und mehr erzielt werden. Ein für die Kühltemperatur optimales Kältemittel bringt weitere Energieeffizienz.

Der beste Standort für einen luftgekühlten Verflüssiger ist der Außenbereich eines Gebäudes. Außerdem sollte das Aggregat schattig aufgestellt werden. Bei mehreren Verflüssigern ist darauf zu achten, dass die Abwärme des einen Aggregats nicht von einem benachbarten angesaugt werden kann („Warmluftkurzschluss“). Wenn das Kälteaggregat in einem Raum installiert ist, sollte eine leistungsgeregelte Abluftanlage mit Luftnachströmung aus einem kühlen und trockenen Bereich installiert werden.
Wichtigen Einfluss auf die Energieeffizienz von Kühlanlagen haben auch die zu kühlenden Lagerräume oder Tiefkühlzellen. Hier ist sehr gute Wärmedämmung der Wände und Türen sowie eine gute Abdichtung gegen das Einströmen warmer Luft unabdingbar.
In vielen Fällen ist es innerhalb von fünf Jahren wirtschaftlich, kältetechnische Prozessgeräte zu erneuern oder neue Kühlhäuser anzuschaffen. Dabei sparen größere Investitionen häufig schneller und mehr Geld ein als vereinzelte oder kleinere Maßnahmen. Auf jeden Fall aber lohnt es sich, seine Mitarbeiter zu motivieren und zu sensibilisieren: Wird Kälte und Kühlung als kostbares Gut wahrgenommen und werden Anreize zum Energiesparen gegeben, kann ein Unternehmen schnell die Energiekosten senken.

Tipps und Hinweise:
 
  • Zu tiefe Temperaturen im Kühllager sind teuer (4 % Energieeinsparung pro °C).
  • Zu langes und häufiges Öffnen der Kühlraumtüren lässt kalte Luft entweichen und feuchte, warme Luft einströmen: Dadurch vereist der Verdampfer schneller, die Kälteübertragung wird erheblich verschlechtert und häufiges, teures Abtauen wird notwendig.
  • Zu hohe Beleuchtungsdauer und Lichtleistung führen zu unnötigem Wärmeeintrag: Es empfiehlt sich der Austausch durch LED-Lampen sowie der Einbau von Präsenzmeldern.
  • Die Anlagensteuerung sollte bei durchgehendem Ventilatorbetrieb geprüft werden.
  • Unzureichend gedämmte Türen und Umschließungsflächen führen dauerhaft zu hohen Energieverlusten. Das Wechseln defekter Türdichtungen ist oft auch in Eigenleistung möglich.
  • Kälteschutzvorhänge dienen der Verminderung von Lüftungsverlusten; es gibt sie als Streifenvorhänge und bei größeren Anlagen in Form von Luftschleieranlagen.
  • Der Verdampfer sollte nur nach Bedarf abgetaut werden.
  • Die Kältetechnik sollte regelmäßig vom Fachbetrieb kontrolliert und gewartet werden.
  • Durch Einbringung von Styroporkartons lässt sich bei Teilbelegung von Kühlräumen das zu kühlende Luftvolumen verringern.

Fördermöglichkeiten


Fördermöglichkeiten

Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen



Auch wenn sich viele Energiesparmaßnahmen oft schon durch die eingespart en Kosten lohnen, kann eine finanzielle Förderung für eine Investition oder eine detaillierte Beratung entscheidend für den Entschluss zur Umsetzung sein.
Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stehen verschiedene Fördermittelprogramme hauptsächlich über das Bundesamt für  Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) (externer Link) und die KfW-Bankengruppe (externer Link) zur Verfügung. Oftmals werden aber auch landesspezifische Förderprogramme angeboten, in NRW zum Beispiel über die NRW-Bank.

Bei der Suche nach Fördermitteln können folgende Förderdatenbanken behilflich sein:
 
Bewilligt werden die Fördermittel als nicht rückzahlbare Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite mit oder ohne Tilgungszuschuss. Da die Gewährung von Fördermitteln in der Regel mit entsprechenden Auflagen belegt ist und bei Krediten die Zinsvergünstigung nur für eine bestimmte Laufzeit gewährt wird, ist es insbesondere in Niedrigzinszeiten empfehlenswert, auch klassische Bankdarlehen zu prüfen. Hier können günstige Zinskonditionen gegebenenfalls über einen längeren Zeitraum festgeschrieben werden, beziehungsweise ist der Aufwand für Antragstellung und Abrechnung weniger groß.

Vor der Antragstellung empfiehlt es sich, die Förderbedingungen sorgfältig zu lesen. Folgende Fragen sollten geprüft werden:
 
  • Ist das Unternehmen antragsberechtigt?
  • Ist die geplante Maßnahme förderfähig?
  • Werden die De-minimis-Grenzen eingehalten?
  • Gibt es eventuell noch weitere Förderprogramme? Können diese parallel in Anspruch genommen werden? Wenn nicht, welches ist günstiger oder weniger aufwändig?
  • Welche Unterlagen muss man für die Beantragung wo und wie einreichen?
  • Muss ein Sachverständiger miteingebunden werden?
  • Sind die Energieberatung sowie die Nebenkosten für Planung und Installation förderfähig?

Entsprechend den Anforderungen in den einzelnen Förderprogrammen müssen Energieberater gelistet sein. Dabei haben sie bestimmte Zugangskriterien zu erfüllen.
Diese Berater sind in den folgenden Portalen gelistet:

Energieeffizienz-Experten (externer Link)
Beraterbörse (externer Link)

 

Prinzipielle Hinweise und Empfehlungen beim Umgang mit Fördermittelprogrammen

 
  • Antragstellung vor Maßnahmenbeginn: Mit Ausnahme einiger weniger Fördermittelprogramme muss der Antrag vor Maßnahmenbeginn gestellt werden. Als Maßnahmenbeginn gilt der Abschluss eines zur Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages. Planungsleistungen dürfen hingegen vor der Antragstellung erbracht werden. Weiterhin ist zu beachten, ob es ausreicht, den Antrag beim Fördermittelgeber eingereicht zu haben – in dem Fall ist ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn förderunschädlich – oder der Antrag genehmigt sein muss.
  • Kombination mit anderen Förderprogrammen: Es ist zu prüfen, ob Zuwendungen aus verschiedenen Programmen kombinierbar sind. Auf alle Fälle darf die Summe aus Krediten und Zuschüssen die Summe der Aufwendungen nicht übersteigen. Bei manchen Programmen besteht ein Kumulationsverbot, das strikt einzuhalten ist.
  • EU-Beihilfegrenzen (De-minimis-Erklärung): Bei einigen Förderprogrammen sind bereits bezogene Beihilfen in Form der De-minimis-Erklärung anzugeben. Als „Beihilfen" werden öffentliche Zuwendungen bezeichnet, die in Form von Zuschüssen, Beteiligungen, zinsverbilligten Darlehen oder Garantien gewährt werden. Die zulässigen „De-minimis"-Beihilfen werden auf 200.000 Euro innerhalb des laufenden und der zurückliegenden zwei Kalenderjahre begrenzt (Höchstbetrag).
  • Einbeziehung von Fachplanern / Energieberatern / Sachverständigen: Bei geringinvestiven Maßnahmen reicht oft das Produktdatenblatt als Nachweis zur Energie-Einsparung oder eine selbst erstellte plausible Berechnung an Energie-Einsparungen aus. Häufig ist aber ein Energiesparkonzept durch einen externen, für dieses Programm zugelassen Energieberater Voraussetzung für die Förderung. Darin muss die geforderte Energie-Einsparung entsprechend der Anforderungen aus dem Programm nachgewiesen werden.

Veranstaltungen


Veranstaltungen

Die Handwerkskammer Münster bietet – oft in Kooperation mit anderen Verbänden und Institutionen - Veranstaltungen zu verschiedenen Themen des angewandten Klimaschutzes an. Regelmäßig dienstags (17-19.00 Uhr) werden in der Managementwerkstatt in Münster und Gelsenkirchen auch Energie-relevante Themen vorgetragen und diskutiert.


Veranstaltungsprogramm Managementwerkstatt

Weiterbildung


Weiterbildung

Das Handwerkskammer Bildungszentrum bietet verschiedene Weiterbildungslehrgänge im Themenbereich Energie, Erneuerbare Energien und Umwelttechniken an.


HBZ-Seminare im Bereich Bau Energie Umwelt (externer Link)
 

Kontakt


Kontakt


Thomas Melchert

Telefon 0251 5203-123


Dr. Andreas Müller

Telefon 0251 705-1311
Fax 0251 705-55-1311


Dr. Klaus Landrath

Telefon 0251 705-1310

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