Bauschlichtungsstelle


Bauschlichtungsstelle

Die Bauschlichtungsstelle der Handwerkskammer Münster ist durch das Justizministerium NRW als Gütestelle anerkannt. Sie schlichtet Streitfälle zwischen Bauherren, Bauausführenden, Architekten, Bauingenieuren und Sonderfachleuten. Ziel ist die Herbeiführung einer Einigung der Parteien.

Zur Durchführung des Verfahrens sind von den beteiligten Parteien vorab Kostenvorschüsse zu leisten.

Der Handwerkskammer steht ein Vorsitzender Richter a. D. eines Bausenats am Oberlandesgericht Hamm als Schlichter zur Verfügung, der auf dem Gebiet des privaten Baurechts tätig ist.
 

Link

www.bauschlichtung-nrw.de

Kontakt


Julia Gerke

Telefon 0251 5203-234


Monika Wilken

Telefon 0251 5203-220

Aktuelles


Treffen der Bauschlichtungsstellen der NRW-Handwerkskammern

Am 19.09.2016 fand in den Räumlichkeiten der Handwerkskammer Düsseldorf ein Treffen der Bauschlichtungsstellen der NRW-Handwerkskammern statt, in dem Handwerker aus dem Baubereich über das Thema Bauschlichtung informiert werden sollten. So versteht man unter einem Schlichtungsverfahren den Versuch der Parteien, mithilfe eines fachkundigen Dritten, der mit der Sache vertraut ist, zu einer Lösung der aufgekommenen Streitigkeiten zu kommen
 
Durch den Präsidenten der Handwerkskammer Düsseldorf, Andreas Ehlert, in seiner Begrüßung auf das Thema eingestimmt, referierte Günther Jansen, Vors. Richter am OLG Hamm a.D. und jetzt als Schlichter für die Handwerkskammer Münster tätig, vor etwa 200 Handwerkern, die der Einladung zu dieser Veranstaltung gefolgt waren, zu den Vor- und Nachteilen, die für und gegen die Einschaltung der Bauschlichtungsstellen bei Streitigkeiten jeglicher Art zwischen am Bau beteiligten Parteien sprechen.
 
Zu den Vorteilen zählt vornehmlich, dass
 
  • am Gericht nicht die Sprache der Handwerker gesprochen wird, während die Kompetenz durch einen erfahrenen Baurechtler als Schlichter und eines fachlich versierten Sachverständigen als Fachbeisitzer nicht zu übertreffen ist,
  • die Verfahrensdauer im Vergleich zu einem gerichtlichen Verfahren mit3 - 6 Wochen erheblich kürzer ist,
  • die Kosten eines gerichtlichen Verfahrens die Aufwendungen eines Schlichtungsverfahren um ein Vielfaches übersteigen,
  • nach einem Schlichtungsverfahren die Geschäftsbeziehung - so gewollt - aufrechterhalten werden kann.
Als Nachteil könnte erachtet werden, dass ein fester Vorsitzender bei den Handkammern von den Auftraggebern als verlängerter Arm der Handwerkerschaft wahrgenommen wird und blindlings deren Interessen vertreten. Das ist natürlich nicht so, denn die Schlichter sind unabhängig und folgen nur ihrer persönlichen Überzeugung. Ein weiterer Nachteil liegt darin, dass das Verfahren - wenn es nicht zu einer einvernehmlichen Regelung kommt - gescheitert ist und es dann keinen verbindlichen oder sogar vollstreckbaren Schlichterspruch gibt.
 
Die Akzeptanz der Bauschlichtungsstellen ist zurzeit noch nicht sehr hoch, was auch daran liegen mag, dass manche Anwälte dem Verfahren skeptisch gegenüberstehen und darin ein Konkurrenz sehen. Hinzu kommt, dass sowohl Auftraggeber als auch die Handwerkerschaft ist diese Art der Konfliktlösung noch gar nicht kennen.
 
Bei der anschließenden Podiumsdiskussion berichtete Manfred Wenzel von seinen Erfahrungen mit der Bauschlichtungsstelle, die er im Rahmen seiner Tätigkeit bei einem großen Elektrounternehmen gemacht hat. Weitergehende Fragen durch das Publikum wurden beantwortet.

 

Bauschiedsgericht


Bauschiedsgericht

Die Bauschlichtungsstelle der Handwerkskammer Münster kann durch eine Vereinbarung der Parteien auch als Schiedsgericht im Sinne der Zivilprozessordnung (ZPO) zusammentreten. Im Gegensatz zur Bauschlichtungsstelle ist das Bauschiedsgericht in den Fällen, in denen die Parteien zu keiner Einigung gelangen, befugt, den Streitfall durch einen Schiedsspruch endgültig zu entscheiden.

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Julia Gerke

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