02.07.2026

Handwerk droht höhere Steuerlast

HWK warnt: Einkommensteuerreform darf den Großteil der Betriebe nicht stärker belasten

„Die geplante Reform der Einkommensteuer darf nicht zulasten des Handwerks gehen“, warnt Jürgen Kroos, Präsident der Handwerkskammer (HWK) Münster. Sie meldet, dass 79 Prozent der Handwerksbetriebe im heimischen Kammerbezirk als Einzelunternehmen oder Personengesellschaften geführt werden. Für diese Betriebe ist die Einkommensteuer die Steuer auf den Unternehmensgewinn.

Die Reformpläne der Bundesregierung sehen zwar Entlastungen für kleine und mittlere Einkommen vor. Gleichzeitig werden höhere Einkommen stärker belastet. „Für viele erfolgreiche Handwerksbetriebe wäre das das falsche Signal. Ihre Gewinne finanzieren Investitionen, Ausbildung und Arbeitsplätze. Eine höhere Einkommensteuer schmälert unmittelbar ihre Investitionskraft“, so Kroos.

Je nach Ausgestaltung der Reform drohten vielen inhabergeführten Betrieben zusätzliche Steuerbelastungen statt Entlastungen. „Wer Wachstum und Beschäftigung stärken will, darf die überwiegend einkommensteuerpflichtigen Handwerksbetriebe nicht zum Finanzierungsinstrument der Reform machen.“


Pressemitteilung vom 2. Juli 2026