Jahresbericht 2017


Jahresbericht 2017

Und? Was haben Sie 2017 gemacht?

Siegerinnen und Sieger im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks auf Kammerebene

Siegerinnen und Sieger im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks auf Kammerebene

Starkes Handwerk


Wir haben uns fürs Handwerk stark gemacht.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Handwerkskammer Münster (v.l.): Kerstin Hohenlöchter (Sekretariat Wirtschaftsförderung), Laurin Pas (Auszubildender), Julia Gerke (Assessorin und Wirtschaftsmediatorin),  Heiner Evers (Ausbilder für das Karosseriebauerhandwerk)

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Handwerkskammer Münster (v.l.): Kerstin Hohenlöchter (Sekretariat Wirtschaftsförderung), Laurin Pas (Auszubildender), Julia Gerke (Assessorin und Wirtschaftsmediatorin), Heiner Evers (Ausbilder für das Karosseriebauerhandwerk)

Und? Was hat die HWK für Handwerker gemacht?

Und? Was hat die HWK für Handwerker gemacht?

Sehr geehrte Damen und Herren,

Der Jahresbericht 2017 der Handwerkskammer Münster rückt die Anliegen der kleinen und mittleren Unternehmen des Handwerks in den Fokus: Stellvertretend für 28.372 Betriebe im Kammerbezirk Münster stellen uns zehn Handwerkerinnen und Handwerker Fragen zu zentralen Punkten unserer Tätigkeit. Im Kern geht es darum: Was macht die Kammer für uns? Wie hilft uns die HWK in unserem Betriebsalltag?

Die Interessen des Handwerks sind auch unsere Interessen, denn wir sind für die Betriebe da; die gesamte Existenz der Handwerkskammer dreht sich um sie. Das betrifft unseren Einsatz zur Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen ebenso wie Beratungs- und Bildungsdienstleistungen – bei all unserem Tun stehen wir im Dienst an den Betrieben. Das verdeutlichen die Antwortbriefe, die Führungskräfte unseres Hauses an die Fragenden geschrieben haben und die Sie hier abgedruckt finden.

Unser Jahresbericht zeigt zudem: Das Handwerk im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region hat sich in den letzten Jahren von Superlativ zu Superlativ geschwungen: Seit Beginn der Konjunkturaufzeichnung der Handwerkskammer vor 40 Jahren ging es noch nie so vielen Betrieben gut wie 2017.

Den Slogan „Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht von nebenan“ beweist auch die Jahresstatistik 2017 im Kammerbezirk Münster: 27 Prozent aller Betriebe der regionalen Gesamtwirtschaft gehören zum Handwerk – 2 Prozentpunkte mehr als landesweit. Sie beschäftigten im Berichtsjahr 15 Prozent (absolut: 194.494) aller Erwerbstätigen und bildeten 31 Prozent (14.888) aller Lehrlinge aus. Sie erwirtschafteten 24 Milliarden Euro Umsatz.
Unsere Bilanz zeigt zudem: 2.385 Handwerksbetriebe wurden neu gegründet (1.327 im Münsterland und 1.058 in der Emscher-Lippe-Region) und 125 Betriebe übernommen. Die Insolvenzquote lag mit 0,35 Prozent aller Betriebe auf Rekordtief. Insgesamt gab es am 31. Dezember im Kammerbezirk 62 Betriebe mehr als im Vorjahr.

Auch wenn sich die kleinen und mittleren Betriebe des Handwerks im NRW-Vergleich bei Beschäftigung und Ausbildung besonders leistungsstark behaupteten, sind der Fachkräftebedarf und die Digitalisierung ihre großen Herausforderungen. Die Politik ist gefordert, die Bedingungen für die berufliche Aus- und Weiterbildung und den schnellen Internetausbau weiter zu verbessern.

Allen, die unsere gemeinsame Arbeit vorangebracht haben, danken wir herzlich: Den Ehrenamtsträgern, den hauptberuflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Persönlichkeiten und Institutionen, die zur Förderung des Handwerks beitragen.

Lieber Leserin, lieber Leser, wir hoffen, dass Sie unseren Bericht als spannende Lektüre erleben – so spannend wie das Handwerk und unsere Arbeit ist. Viel Spaß beim Durchlesen!


HANDWERKSKAMMER MÜNSTER    

Hans Hund                                        Thomas Banasiewicz

Präsident
                                            Hauptgeschäftsführer

Politische Interessen


Und? Wie vertritt die HWK die politischen Interessen des Handwerks?

Und? Wie vertritt die HWK die politischen Interessen des Handwerks?

Marina Lüer

  • 1957 geboren, wohnt in Bottrop;
  • 1974 bis 1977 Ausbildung zur Elektroinstallateurin;
  • 1977 bis 1978 Fachabitur Elektrotechnik;
  • 1985 Meisterprüfung im Elektroinstallateurhandwerk bei der Handwerkskammer Münster;
  • 1990 Übernahme des väterlichen Elektrotechniker-Betriebs – Waldemar Lüer in Bottrop –, der seit der Gründung in 1969 über 80 Jugendliche im Handwerk ausgebildet hat, vom Benachteiligten bis zum Studienaussteiger, vom Migranten bis zum Geflüchteten;
  • seit 2009 Mitglied im Vorstand der Innung für elektrotechnische Handwerke Bottrop/Gladbeck; Vorsitzende des Gesellenprüfungsausschusses;
  • seit 2004 Bezirksvertreterin in Kirchhellen;
  • seit 2014 stellvertretende Bezirksbürgermeisterin von Bottrop.
 
„Die Verbindung von Handwerk und Politik ist mir sehr wichtig. In der Lokalpolitik kämpfe ich für das Soziale. Es geht darum, für den Einzelnen da zu sein, genauso wie für jeden Mitarbeiter im Betrieb. Außerdem geht es mir um mehr Anerkennung fürs Handwerk. Ich wirke daran mit, die Berufsstände nach oben zu bringen.“

http://www.elektro-luer.de

Positionen in den Politikbetrieb bringen

Positionen in den Politikbetrieb bringen

Der Neutralität verpflichtet

Sehr geehrte Frau Lüer,

vielen Dank für Ihre Nachfrage! Die politische Interessenvertretung für das Handwerk ist eine meiner Aufgaben mit Priorität. Schließlich werden die Rahmenbedingungen für das wirtschaftliche Handeln weitgehend von der Politik bestimmt. Unser Auftrag der Interessenvertretung liegt zugleich vielen Betrieben am Herzen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage, die wir 2017 haben durchführen lassen. Für die Unternehmen zählt das Engagement für Bürokratieabbau, niedrige Steuern und Abgaben sowie fairer Wettbewerb.

Das tun wir auch. Wir sind dabei der parteipolitischen Neutralität verpflichtet. Als öffentlich-rechtliche Institution müssen wir höchste Zurückhaltung und Objektivität walten lassen. Unsere Themen müssen für das Handwerk relevant sein. Die einzelnen Positionen werden durch unsere Vollversammlung demokratisch legitimiert. Das gewährleistet, dass wir uns um das Gesamtinteresse der Betriebe unserer Region kümmern und sowohl Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmerbelange berücksichtigen – das verleiht unserer Stimme Gewicht.

Wir setzen uns für ein mittelstandsfreundliches Klima ein. Dazu pflegen wir engen Austausch mit der Bezirksregierung Münster, den Kreisen und Kommunen des Münsterlandes und der Emscher-Lippe-Region. Hier bringen wir die Interessen des Handwerks in die regionale Strukturpolitik ein. Über unsere Mitwirkung in Gremien der Handwerksorganisation fließen die Positionen der Kammer auch in Stellungnahmen zur Landes-, Bundes- und EU-Politik ein.

In der Pressearbeit transportieren wir unsere Wünsche, aber auch Kritik an Missständen in die Öffentlichkeit. Themen waren 2017 etwa das Dieselfahrverbot, Mobilitätshilfen für Lehrlinge, die Bewahrung des Meisterbriefs, Erleichterungen zur Integration von Flüchtlingen, die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung und die Förderung der Digitalisierung.

Persönlich setze ich mich auf Bundesebene über den Zentralverband des Deutschen Handwerks und auf Landesebene als Präsident des Westdeutschen Handwerkskammertages, Vizepräsident von HANDWERK.NRW und im Mittelstandsbeirat der Landesregierung dafür ein, dass die berechtigten Anliegen der kleinen und mittleren Unternehmen artikuliert werden und im Politikbetrieb Gehör finden. In Spitzengesprächen mit Ministern und ebenso im Ausbildungspakt habe ich Gelegenheit, unsere Forderungen einzubringen, Verständnis zu wecken und Kompromisse auszuloten. Netzwerkarbeit findet meist hinter den Kulissen statt, unbeachtet von den Augen der Öffentlichkeit. Gerade der direkte Kontakt öffnet zuweilen ganz neue Türen.

Herzliche Grüße

Hans Hund
Präsident

Arbeit / Leistungen


Und? Wie beurteilen die Mitglieder die Arbeit und Leistungen der Kammer?

Und? Wie beurteilen die Mitglieder die Arbeit und Leistungen der Kammer?

Michael Grabacz

  • 1982 geboren, wohnt in Münster;
  • 2004 bis 2009 Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster;
  • 2008 Einstieg als Geschäftsführer in den väterlichen Handwerksbetrieb für Zerspanungs- und Fertigungstechnik (Grabacz, Greven);
  • 2009 bis 2013 Maschinenbaustudium an der Wilhelm-Büchner-Hochschule Darmstadt;
  • seit 2016 Mitglied des Vereins Junioren des Handwerks Kammerbezirk Münster
  • 2018 Wahl zum Vorsitzenden der Junioren.

„Im Handwerksblatt habe ich gelesen, dass die Handwerkskammer Münster ihre Mitglieder nach der Zufriedenheit mit deren Leistungen befragt und darum bittet, ihre ehrliche Meinung kundzutun. Das zeigt mir, dass der Kammer die Kundenfreundlichkeit wichtig ist. Die Ergebnisse der Befragung interessieren mich sehr.“
 
www.grabacz.de

Wer Kontakt zur HWK hat, schätzt uns

Wer Kontakt zur HWK hat, schätzt uns

Service weiter verbessern

Guten Tag Herr Grabacz,

Ihr Interesse an den Umfrageergebnissen freut mich! Ihre Meinung und die anderer Betriebe über unsere Leistungen ist uns sehr wichtig. Die Handwerkskammer Münster hat 2017 eine repräsentative Umfrage durchgeführt, an der sich dankenswerterweise 504 ausgewählte Mitgliedsbetriebe beteiligt haben. Die Frage: Wie beurteilen Sie unsere Leistungen? Das Ziel ist es, Handwerksunternehmen noch stärker bei ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen. Das Serviceangebot und die Interessenvertretung sollen weiter verbessert werden. Dies sind einige Kernaussagen zu den relevantesten Ergebnissen:
 
  • Befragte, die in den vergangenen zwölf Monaten Kontakt zu uns hatten, zeigen sich ganz überwiegend zufrieden mit unserer Arbeit, vor allem mit der Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Fachkompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die HWK Münster wurde in fast allen Bereichen mehrheitlich positiv bewertet. Eine deutliche Mehrheit schätzt sie als vertrauenswürdig, kompetent und zuverlässig ein.
  • Die Zufriedenheit mit der von der HWK geleisteten ‚praktischen Hilfe‘ wird relativ unabhängig von der Betriebsgröße sehr positiv gesehen. Diese Hilfe erscheint durchaus ausbaufähig. Die negativen Beurteilungen lassen sich gewiss zu einem großen Anteil damit erklären, dass manche Prozesse oder Gegebenheiten – gerade in den hoheitlichen Aufgaben – vorgegeben sind.
  • Mehr als drei Viertel der Mitglieder finden die Existenz von Handwerkskammern grundsätzlich gut. Nur 16 Prozent der Mitgliedsunternehmen halten Handwerkskammern für obsolet. Eine Dreiviertel-Mehrheit der Befragten würde die Handwerkskammer einem befreundeten Unternehmer weiterempfehlen. 40 Prozent der Mitglieder sind sogar HWK-Überzeugte.
  • Allerdings sind die Kontakte zu uns noch viel zu wenig: 70 Prozent der Befragten hatten keinen Berührungspunkt. Die Angebote und Dienstleistungen der HWK werden nur selten genutzt und sind im Schnitt jedem Zehnten nicht bekannt. Wir möchten uns also um mehr und intensivere Kontakte bemühen, da diese die Zufriedenheit deutlich steigern.
  • Wie ein roter Faden zieht sich durch die Umfrageergebnisse, dass größere Unternehmen den Serviceangeboten der HWK wohlwollender gegenüberstehen als die kleinen. Wir werden deshalb daran arbeiten, auch von den kleineren Betrieben mehr wahrgenommen zu werden. Das Handwerksblatt als die meistgenutzte und das Internet als die am besten bewertete Informationsquelle sind dafür unsere wichtigsten Medien.
Beste Grüße

Thomas Banasiewicz
Hauptgeschäftsführer
 

Fachkräftegewinnung


Und? Wie hilft die HWK Betrieben bei der Fachkräftegewinnung?

Und? Wie hilft die HWK Betrieben bei der Fachkräftegewinnung?
Daniel Diepenbrock
 
  • 1983 geboren, wohnt in Everswinkel;
  • 2001 bis 2004 Ausbildung zum Zimmermann;
  • 2005 bis 2008 Ausbildung zum Bäcker und Konditor in der Schweiz;
  • seit 2013 Mitarbeit im Familienunternehmen,
  • 2018 Eintritt in die Geschäftsführung.
„Wir müssen junge Menschen, Eltern, Lehrer und Politiker überzeugen, dass das Handwerk attraktiv ist und Zukunft hat.
Dazu benötigen wir auch starke Handwerksorganisationen, die regional und überregional die Stimme des Handwerks sind.“


www.bäckerei-diepenbrock.de 
Hubertus Diepenbrock
 
  • 1957 geboren, wohnt in Everswinkel;
  • 1975 Gesellenprüfung als Koch, 1977 Gesellenprüfung als Konditor; danach Berufstätigkeit in der Schweiz;
  • 1989 Meisterprüfung im Bäckerhandwerk bei der Handwerkskammer Münster;
  • 1987 Einstieg in die elterliche Bäckerei;
  • 2012 Neugründung der Bäckerei mit heute 85 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern;
  • seit 2012 Obermeister der Bäckerinnung Warendorf/Beckum;
  • seit 2017 Mitglied des Vorstandes der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf.

Zielgruppen erweitern

Zielgruppen erweitern

Mit Bildung in die Zukunft investieren

Sehr geehrte Herren Diepenbrock,

zunehmend gestaltet sich die Suche nach geeigneten Lehrlingen und Gesellen schwierig, und ich fürchte, dass dieses Problem, nach Region und Handwerk unterschiedlich, künftig noch schmerzlicher spürbar wird. Gerade jetzt, wo die Ausgangslage so günstig wie selten ist, gibt es keine Zeit zu verlieren, durch Fachkräfte in die Zukunft zu investieren.

Dabei dürfen wir nicht nur auf den Staat schauen und andere Rahmenbedingungen fordern. Handwerksbetriebe sind in erster Linie selbst gefordert, die vorhandenen Potenziale zu nutzen. Dies geschieht in erster Linie dadurch, dass Sie junge Menschen ausbilden und durch attraktive Ausbildungs- und spätere Arbeitsbedingungen sowie frühzeitig kommunizierte Aufstiegsmöglichkeiten binden. Hierbei unterstützen wir Sie als Handwerkskammer durch vielfältige Maßnahmen, wie zum Beispiel Informationsangebote in Schulen und die Ausbildungsbotschafter, die Beteiligung an Berufsorientierungsmessen und die Lehrlingsbörse, die passgenaue Vermittlung von Bewerbern in Betriebe und Unterstützung bei Problemen in der Ausbildung.

Ein großes Potenzial an Fachkräften sehen wir auch bei Frauen, die leider zunehmend weniger den Weg in handwerkliche Berufe beschreiten. Wir unterstützen dabei, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern.

Zunehmend arbeiten mehr ältere Menschen in Handwerksbetrieben, weshalb wir für die altersgerechte Arbeitsgestaltung und bei der betrieblichen Gesundheitsförderung Beratungs- und Schulungsangebote vorhalten.

Das Handwerkskammer Bildungszentrum schafft zudem ständig neue Weiterbildungsmöglichkeiten für Menschen, die bereits im Beruf stehen. Allerdings ist die Weiterbildungsbeteiligung insgesamt noch zu gering. Dabei kann diese nicht nur Wissen aktualisieren, sondern auch der Höherqualifizierung dienen. Unternehmen, die solche Qualifizierungen unterstützen, können so ihre Fachkräftebasis sichern.

Die Handwerkskammer verfügt über ein breites Spektrum an Unterstützungsangeboten für ihre Mitglieder, die Handwerksbetriebe und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch wenn ich weiß, dass gerade Handwerksbetriebe oftmals nicht die Möglichkeit haben, sich intensiv um die Rekrutierung der notwendigen Fachkräfte zu kümmern, können nur Sie allein so attraktive Arbeitsbedingungen schaffen, dass Sie auch künftig über ausreichendes Personal verfügen – Ihnen dabei konkret zu helfen, ist unsere Aufgabe!

Freundliche Grüße

Knut Heine
stv. Hauptgeschäftsführer Geschäftsbereich Bildung und Recht

Video Berufsfelderkundung bei der Firma Teutemacher Glas GmbH in Warendorf

Aufwändige Personalsuche

Blitzumfrage: Die Fachkräfte werden knapp

Wie stark der Fachkräftemangel im Handwerk durchschlägt, zeigt eine Blitzumfrage der Handwerkskammer im Oktober 2017 unter 80 Betrieben im Kammerbezirk: 86 Prozent der Befragten suchten derzeit Personal. Sie gaben Auskunft zur Mitarbeitergewinnung:
 

Haben Sie Probleme, Personal zu finden?

Haben Sie Probleme, Personal zu finden?

Wo suchen Sie neues Personal?

Wo suchen Sie neues Personal?

Beschäftigung in kleinen und mittleren Betrieben

194.494 Erwerbstätige arbeiten im Handwerk

Die Handwerksbetriebe im Kammerbezirk Münster beschäftigen 15 Prozent aller Erwerbstätigen in der Gesamtwirtschaft und bilden 31 Prozent aller Lehrlinge aus. (Alle Zahlen wurden auf Basis des Unternehmensregisters NRW 2015 hochgerechnet.)
 

Beschäftigte, Umsatz pro Beschäftigtem und Beschäftigte pro Betrieb (ohne Ausland) nach Anlagen der Handwerksordnung 2016

Beschäftigte, Umsatz pro Beschäftigtem und Beschäftigte pro Betrieb (ohne Ausland) nach Anlagen der Handwerksordnung 2016

Beschäftigte 2016 nach Handwerksgruppen (Wirtschaftssystematik)

Beschäftigte 2016 nach Handwerksgruppen (Wirtschaftssystematik)

Öffentlichkeit


Und? Was macht die HWK, damit das Handwerk öffentlich stärker wahrgenommen wird?

Und? Was macht die HWK, damit das Handwerk öffentlich stärker wahrgenommen wird?

Heike Elsweier

  • 1967 geboren, wohnt in Bocholt;
  • verheiratet, Mutter von drei Kindern;
  • 1985 bis 1987 Ausbildung zur Bäckereifachverkäuferin;
  • seit 1990 Unternehmerfrau im vom Ehemanngegründeten Betrieb (Metallbauermeister Hans-Wilhelm Elsweier, Isselburg);
  • 2006 bis 2008 Fortbildung zur Fachwirtin für kaufmännische Betriebsführung im Handwerk beim HBZ Münster, 2010 bis 2011 Fortbildung zur Lohnbuchhalterin bei der IHK Nord Westfalen;
  • seit 2016 Mitglied des Vorstandes der Unternehmerfrauen im Handwerk Kreis Borken, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit.

„Mir ist wichtig, dass das Handwerk in den unterschiedlichen Medienkanälen für die nächste Generation und damit natürlich zur Nachwuchsgewinnung interessant präsent ist. Insbesondere die Vielfältigkeit der unterschiedlichen Handwerksberufe muss noch besser vorgestellt werden. Eltern und Lehrer sollen wissen und vermitteln, welche Chancen das Handwerk den Jugendlichen bietet.“
 
www.hwe-metallbau.de

Trommeln für das Handwerk

Trommeln für das Handwerk

In Print- und Onlinemedien präsent

Hallo, liebe Frau Elsweier,

wir „trommeln“ für das Handwerk auf allen Kanälen, auf unterschiedliche Art und Weise. Für uns ist wichtig, dass wir Online- und Printplattformen strategisch durchdacht und gut verzahnt bedienen. Aber auch Veranstaltungen sind immer wieder eine besondere Gelegenheit, gegenüber der Öffentlichkeit aufzutreten. Die Imagekampagne des Handwerks – unter: www.handwerk.de – spielt darüber hinaus eine aufmerksamkeitsstarke Rolle für uns.

Unser Ansinnen ist es, alle relevanten Zielgruppen – von jung bis alt – zu erreichen. Diese integrierte Kommunikation findet durch eine konzeptionelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit statt.

Wir geben unsere Mitteilungen regelmäßig an die regionalen Zeitungen und an die TV- und Hörfunksender. Darüber hinaus stehen wir für Interviews und Gesprächsrunden – egal zu welchen fachlichen Themen – jederzeit für die Journalisten bereit und suchen proaktiv den direkten Kontakt. Ein Beispiel dafür sind die halbjährlichen Konjunkturpressegespräche, bei denen wir ausführlich über die Lage im regionalen Handwerk sprechen und legitimierte Forderungen und Botschaften im Sinne der Mitgliedsbetriebe vermitteln.

Über unsere eigenen Medien wie das Deutsche Handwerksblatt und dessen Regionalseiten, die HWK- und HBZ-Newsletter und unseren umfangreichen Webauftritt www.hwk-muenster.de berichten wir zudem regelmäßig.

Auf der HWK-Internetseite finden Sie unser Servicecenter mit Ansprechpartnern und Praxistipps sowie alles Wissenswerte rund um die Hauptthemen Ausbildung, Weiterbildung, Existenzgründung, Betriebsführung und einen direkten Link zu unserem Handwerkskammer-Bildungszentrum (HBZ). Ein eigens eingerichteter Pressebereich dient den Journalisten zur Recherchearbeit für ihre Berichterstattung und der Kontaktaufnahme.

In den sozialen Medien wie Facebook, Instagram, Youtube, Twitter, Google+ und auch auf Xing sind wir kontinuierlich aktiv. Hier informieren und interagieren wir in Wort, Bild und Bewegtbild. Wenn es sich anbietet setzen wir zudem „Live-Streaming“ ein und berichten in Form von Videos direkt von vor Ort – in Echtzeit.

Ergänzt wird die umfangreiche Kommunikation durch gezieltes Netzwerken und Organisation der Interessenvertretung in unterschiedlicher Form, beispielsweise für Reden, Podiumsdiskussionen und Betriebsbesuche. Denn der persönliche Kontakt und die Präsenz vor Ort sind natürlich nach wie vor unerlässlich und uns sehr wichtig.

Wir können dazu gern in Kontakt bleiben! Viele Grüße

Michael Hoffmann
Leiter Stabsbereich Öffentlichkeitsarbeit/Zentrale Aufgaben

Video Marathon

Berufschancen


Und? Wie überzeugt die HWK die Jugend von den Berufschancen im Handwerk?

Und? Wie überzeugt die HWK die Jugend von den Berufschancen im Handwerk?

Regina Kobrink

  • 1978 geboren, wohnt in Oelde;
  • verheiratet, zwei Kinder;
  • 2001 bis 2004 Ausbildung zur Zahntechnikerin;
  • 2007 Meisterprüfung im Zahntechnikerhandwerk;
  • 2012 Übernahme des elterlichen Betriebs (Leifhelm Dentallabor) in Beckum;
  • 2014 Mitglied im Meisterprüfungsausschuss für das Zahntechnikerhandwerk bei der Handwerkskammer Münster.

„Wer mit Stolz und Erfüllung auf sein Tageswerk schaut, hat nicht irgendeinen Job, er ist Handwerker.“

www.leifhelm-dentallabor.de

Wir machen Mut zum Ausprobieren

Wir machen Mut zum Ausprobieren

Hochwertige Ausbildung „mit Herz“

Guten Tag Frau Kobrink,

überzeugen können wir die jungen Menschen als Handwerkskammer streng genommen leider gar nicht. Die eigentliche Überzeugungsarbeit müssen und werden Handwerker weiterhin in den Betrieben leisten, denn nur bei Ihnen wird Handwerk erst erlebbar. Sie entscheiden gemeinsam mit den jungen Menschen, ob es nach einem Praktikum in die Ausbildung geht, ob sie nach der Gesellenprüfung ihren Weg zusammen fortsetzen und vielleicht weitere Karriereschritte gehen.

Aber das ist nur die eine Seite der Medaille, denn natürlich unterstützen wir Sie tatkräftig bei der Suche nach den Fachkräften von morgen. Ein erstes wichtiges Element ist, dass wir Schülern, Eltern und Lehrern die große Bandbreite der Handwerksberufe vorstellen. Dabei spielen auch die Fragen der beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten eine zentrale Rolle, denn die duale Ausbildung hat durch (Hoch-)Schulangebote massive Konkurrenz bekommen.

Vor allem machen wir den Jugendlichen Mut, durch Praktika frühzeitig Handwerksberufe auszuprobieren und Betriebe kennen zu lernen. Ein Team von Ausbildungsvermittlern unterstützt die jungen Menschen bei der Suche nach geeigneten Ausbildungsbetrieben und stellt Kontakte her. Für schulisch gut qualifizierte Jugendliche engagieren wir uns bei der Umsetzung von Zusatzqualifikationen wie: Europaassistent, Betriebsassistent, Abi und Auto – es gibt eine Menge Optionen, die wir fördern und bewerben.

Als zweite große Aufgabe wollen wir durch unsere Ausbildungsberatung sicherstellen, dass die Ausbildung in den Betrieben qualitativ hochwertig und „mit Herz“ erfolgt. Deshalb beraten wir erstausbildende Betriebe, qualifizieren die Ausbilderinnen und Ausbilder, stehen erfahrenen Betrieben für Fragen zur Verfügung und bieten bei Konflikten unsere Unterstützung vor Ort an.

Diese Herausforderung ist in unseren Augen übrigens nicht nur eine hoheitliche Aufgabe, sondern die beste Werbung, die das Handwerk betreiben kann: Zufriedene Auszubildende und Ausbildungsbetriebe berichten gerne und ganz automatisch positiv über ihren beruflichen Alltag und werben so effektiver für das Handwerk, ihren Beruf und Betrieb als jede noch so gute Kampagne.

Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit Ihnen! 

Jörg Kuiper                                    Carsten Haack
Abteilungsleiter                                 Abteilungsleiter
Berufsausbildung                              Nachwuchsförderung  

Wir setzen auf nachwachsende Rohstoffe: Azubis

14.888 Lehrlinge sind die Zukunft

Auszubildende 2017 nach Wirtschaftssystematik

Auszubildende 2017 nach Wirtschaftssystematik

Auszubildende 2017 nach Kreisen und Kreisfreien Städten

Auszubildende 2017 nach Kreisen und Kreisfreien Städten

Gesellen- und Abschlussprüfungen 2017

Gesellen- und Abschlussprüfungen 2017

Betriebe bilden aus. Schließlich haben sie das gelernt.

5.340 neue Lehrlinge starteten ins Handwerk

Die Handwerksbetriebe im Kammerbezirk Müns­ter bildeten 2017 gegenüber dem Vorjahr 3,5 Prozent mehr neue Lehrlinge aus. Sie stellten 5.340 neue Lehrlinge ein. 19 Prozent davon sind weibliche Auszubildende. In allen Branchen wollten Unternehmen gern mehr ausbilden: In der Lehrstellenbörse der Handwerkskammer gab es den Jahreshöchststand im Juni mit 360 offenen Ausbildungsplätzen bei Betrieben aus dem Münsterland und der Emscher-Lippe-Region. Noch im Dezember waren 236 Ausbildungsplätze vakant.
 

Schulische Vorbildung der neuen Lehrlinge 2017

Schulische Vorbildung der neuen Lehrlinge 2017

Die Hits: Meistgewählte Ausbildungsberufe der neuen Lehrlinge 2017

Zwei Drittel aller neuen Lehrlinge (66 Prozent) haben ihre Ausbildung in einem dieser zehn  Berufe begonnen (es gibt insgesamt rund 130 Ausbildungsberufe im Handwerk)

Zwei Drittel aller neuen Lehrlinge (66 Prozent) haben ihre Ausbildung in einem dieser zehn Berufe begonnen (es gibt insgesamt rund 130 Ausbildungsberufe im Handwerk)

Verkehr


Und? Was tut die HWK, damit wir Handwerker gut durch den Verkehr zum Ziel gelangen?

Und? Was tut die HWK, damit wir Handwerker gut durch den Verkehr zum Ziel gelangen?

Karsten Tellmann

  • 1977 geboren, wohnt in Rosendahl;
  • 1994 bis 1998 Ausbildung zum Zentralheizungs- und Lüftungsbauer;
  • 2000 Meisterprüfung im Installateur- und Heizungsbauerhandwerk bei der Handwerkskammer Münster; Einstieg als Meister und Geschäftsführer in das Unternehmen Tellmann, Rosendahl;
  • 2006 Übernahme des Handwerksbetriebs vom Vater;
  • seit 2015 Obermeister der Innung für Sanitär und Heizungstechnik Coesfeld;
  • 2016 bis Mai 2018 Kreislehrlingswart der Kreishandwerkerschaft Coesfeld.

„Unsere Existenz hängt vom Verkehr ab; wir sind ständig unterwegs. Handwerker müssen zügig ankommen, um ihre Kunden zufriedenzustellen und schnell reagieren zu können. Darüber hinaus sind Fahrzeiten natürlich auch Kostenpunkte, die wir am besten so gering wie möglich halten. Drohende Fahrverbote für Dieselantriebe verunsichern zudem.“ 
 
www.tellmann-gmbh.de

Mobilität sicherstellen

Mobilität sicherstellen

Lücken in der Infrastruktur schließen

Sehr geehrter Herr Tellmann,

eine gute Verkehrssituation ist für den Erfolg der Unternehmen von außerordentlich großer Bedeutung. Dabei ist der motorisierte Individualverkehr der Verkehrsträger für das Handwerk. Aber auch die Kunden müssen den Standort ihres Handwerksbetriebs erreichen können, in den Stadt- oder Ortsteilzentren oder im Gewerbegebiet. Gleiches gilt für die Zulieferer und die Entsorger zum Beispiel für Abfall und Reststoffe.

Die vielen unterschiedlichen Verkehrsbedürfnisse des Handwerks kollidieren nun mit Zuwächsen im Verkehrsaufkommen, hochbelasteter Verkehrsinfrastruktur, verschärften Auflagen zur Verkehrssicherheit und zum Schutz vor Abgas- und Lärmemissionen etc.

Vor diesem Hintergrund ist die Handwerkskammer in vielen Feldern tätig, um die Mobilität der Unternehmen sicherzustellen. Das beginnt mit Fachtagungen zur Diskussion mit Verkehrsfachleuten und Veranstaltungen zur Unterstützung der Unternehmen bei betrieblichen Mobilitätsfragen. Diese werden flankiert durch aktuelle Internetinformationen und Beratungsangebote der HWK.

Verkehrsinfrastrukturlücken sind zudem regelmäßige Themen bei Gesprächen mit Politik und Verwaltungen. Die Sicherstellung der Erreichbarkeit der Innenstädte konnte bisher etwa durch Sonderregelungen für Handwerksfahrzeuge in Umweltzonen oder auch den Handwerkerparkausweis, der gerade noch einmal novelliert worden ist, gesichert werden. In der aktuellen Diskussion um die Verschärfung der Umweltzonen hat das Handwerk bisher erfolgreich seine Interessen verteidigen können. Auch konnte durch die sogenannte „Handwerkerregelung“ eine spürbare Vereinfachung bei der Tachographenpflicht herbeigeführt werden. Im ländlichen Raum haben Forderungen zum Infrastrukturausbau – wie Umgehungsstraßen – zu Erfolgen geführt. Auch haben Initiativen zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit des bestehenden Verkehrssystems die Situation verbessert.

Die Handwerkskammer setzt sich zudem für eine verbesserte Leistungsfähigkeit des öffentlichen Personennahverkehrs, eine Förderung des münsterlandtypischen Radverkehrs und die Erweiterung von Park-and-Ride-Plätzen ein, um so neuen Freiraum für den Wirtschaftsverkehr zu schaffen.

Uns ist es gelungen, im Bundesverkehrswegeplan einige größere Projekte zu verankern, die die Verkehrssituation im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region verbessern werden. Diese sind jedoch zunächst auch mit Bauarbeiten verbunden, die das Verkehrsgeschehen in den nächsten Jahren prägen.

Beste Grüße

Thomas Harten
Geschäftsführer Geschäftsbereich Wirtschaftsförderung

Digitalisierung


Und? Ist die Digitalisierung auch in der Beratung der HWK angekommen?

Und? Ist die Digitalisierung auch in der Beratung der HWK angekommen?

Thomas Brendel

  • 1960 geboren, wohnt in Recklinghausen;
  • 1976 bis 1979 Ausbildung zum Parkettleger;
  • 1987 Meisterprüfung im Parkettlegerhandwerk bei der Handwerkskammer Rhein-Main;
  • 1979 Einstieg in den elterlichen Betrieb,
  • 1993 Übernahme;
  • seit 2013 stellvertretender Obermeister der Innung für Parkett- und Fußbodentechnik Münster;
  • seit 2010 stellvertretender Bundesfachgruppenleiter EDV beim Bundesverband Parkett- und Fußbodentechnik.

„Wir haben die Möglichkeit, eine neuartige, leistungsfähige App für die Erfassung mobiler Aufmaße zusammen mit einem Partner auf den Weg zu bringen, und gehen jetzt motiviert auch das papierlose Büro an. Die Handwerkskammer hat uns dafür wertvolle Tipps gegeben. Deshalb weiß ich, wie hilfreich es ist, dass die Betriebsberatung der HWK hier Kompetenzen hat.“

 
www.fussboden-brendel.de

Digitalisierung bedeutet Vielschichtigkeit

Digitalisierung bedeutet Vielschichtigkeit

Berater für Innovation und Technologie

Guten Tag Herr Brendel,

ja, die Digitalisierung ist nicht nur in den Handwerksunternehmen angekommen, sondern auch in unserer Beratungspraxis. In vielen Fällen ist dieses Thema mittlerweile zu einem wichtigen Baustein geworden, wobei man sagen muss, dass es nicht ‚die Digitalisierung‘ gibt, sondern es sich vielmehr um ein Aufgabenfeld handelt, welches einer differenzierteren Betrachtung bedarf. Die Herausforderungen und Fragestellungen für die Unternehmen und somit auch für die Betriebsberatungen sind sehr vielschichtig. Zunächst einmal ist der digitale Weg zum Kunden zu nennen. Die eigene Firmenhomepage, die Social-Media-Strategie sowie die Auffindbarkeit in den Suchmaschinen sind wiederkehrende Beratungsthemen. Viele Unternehmen nutzen den von der Handwerkskammer Münster angebotenen kostenfreien Website-Check, um eine neutrale Einschätzung über die Potenziale und Möglichkeiten des eigenen Online-Auftritts zu erhalten.

Weitere wichtige Bausteine der Digitalisierung sind die Kommunikation und die Prozessabläufe des Handwerksunternehmens. Es stellt sich immer wieder die Frage, wie diese möglichst effizient und transparent gestaltet werden können. Beratungen zum Einsatz von Branchensoftware und ERP-Systemen haben in der letzten Zeit deutlich an Bedeutung gewonnen.

Vor allem in den produzierenden Handwerken stellt die Digitalisierung der Produktionsprozesse eine große Herausforderung dar. Unter dem Stichwort ‚Smart Factory‘ beschäftigen wir uns aktuell immer häufiger mit der Teil- oder Volldigitalisierung der Fertigung. Das Zusammenspiel von ERP-Systemen und Produktionstechnik, wie zum Beispiel der Einsatz von Robotertechnik oder die Anbindung der Produktionsmaschinen an die Konstruktion und Planung, sind häufig behandelte Themenstellungen im Lean & Green Check unseres Netzwerks GEP (Grenzenloses Effizientes Produzieren). In diesem deutsch-niederländischen Projekt, bei dem die Handwerkskammer Münster die Federführung hat, werden kleine und mittlere Unternehmen in der Euregio aus den Branchen Metall, Holz, Kunststoff und Nahrungsmittel bei der Umsetzung von Prozessinnovationen und der ‚smarten Produktion‘ unterstützt.

Um den Herausforderungen der Digitalisierung gerecht zu werden, halten wir für die Unternehmen einen „bunten Blumenstrauß“ an unterschiedlichen Beratungsleistungen parat. Neben den bereits oben erwähnten Angeboten sind es vor allem auch die Berater für Innovation und Technologie (BIT), die in ihren Beratungen auf Fragestellungen zur Digitalisierung eingehen.

Freundliche Grüße

Thomas Melchert
stv. Geschäftsführer Geschäftsbereich Wirtschaftsförderung

 

Dienstleistungen 2017

Beratungen, Anfragen, Fälle

  • Betriebswirtschaft: 1.331 geförderte Beratungen
  • Technik: 408 geförderte Beratungen
  • Ausbildung: 1.872 Betriebsbesuche und rund 6.000 Anfragen
  • Kontaktstelle Ausland: rund 1.000 Anfragen
  • Handwerksrolle: 18.073 Anfragen
  • Arbeitsrecht: 1.088 Anfragen
  • Tarifrecht: 765 Anfragen
  • Werkvertrags- und gewerbliches Mietrecht, VOB: 324 Anfragen
  • Verbraucher- und Vermittlungsanfragen: 583 Fälle
  • Bauschlichtungsstelle: 20 Fälle
  • Weiterbildungsberatung in Kombination mit Meister-BAföG: 530 Fälle

Informationsveranstaltungen

  • 16 Informationsveranstaltungen für Existenzgründer mit 135 Teilnehmern
  • 6 Bankensprechtage mit 16 Teilnehmern
  • 8 Steuerberatersprechtage mit 22 Teilnehmern
  • 55 Termine der Veranstaltungsreihe „Management-Werkstatt“ mit 1.229 Teilnehmern
  • 2 Erfindersprechtage mit 8 Teilnehmern
  • 164 Schuleinsätze der 86 Ausbildungsbotschafter mit 3.264 erreichten Schülern

Vermittlungsdienste

  • Fachkräftevermittlung: 1.212 hergestellte Kontakte
  • Betriebsbörse: 1.284 hergestellte Kontakte
  • Jugend in Arbeit plus: 74 vermittelte Teilnehmer
  • Starthelfende Ausbildungsmanagement: 100 vermittelte Jugendliche

Zufriedenheitsumfrage

Bewertung des Dienstleistungsangebotes

Die Zufriedenheitsumfrage der HWK Münster im Februar 2017 hat gezeigt, dass die Nutzung der Kammerdienstleistungen stark von der Größe des Betriebs abhängt. 45 Prozent der größeren Betriebe (mehr als 20 Beschäftigte) nehmen die Services in Anspruch, dagegen nur 12 Prozent der Kleinbetriebe (1 bis 3 Beschäftigte) Das gilt vor allem für die Ausbildungsangebote, Lehrgänge, Rechtsberatung und Lehrstellenbörse. Die geringe Nutzung steht im deutlichen Widerspruch zur Angebotsqualität. Auffallend häufig sind Betriebe sogar sehr zufrieden mit dem Leistungsangebot, der Weiter-bildungsberatung, Existenzgründungs- und Betriebsübernahmeberatung, Rechtsberatung und Beratung zur Unternehmensführung.
 

Große Zufriedenheit mit Beratungsangeboten in % - einige Beispiele

Große Zufriedenheit mit Beratungsangeboten in % - einige Beispiele

Weiterbildung


Und? Wie praxisnah und innovativ ist die Weiterbildung im HBZ?

Und? Wie praxisnah und innovativ ist die Weiterbildung im HBZ?

Alexandra Weber

  • 1985 geboren, wohnt in Münster;
  • 2006 bis 2010 Ausbildung zur Goldschmiedin;
  • 2010 in ihrem Beruf 1. Bundessiegerin im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks;
  • 2017 Meisterprüfung im Goldschmiedehandwerk bei der Handwerkskammer Münster;
  • Mitarbeiterin bei Juwelier Oeding-Erdel, Münster.
 
„Gute Weiterbildung vor Ort ist mir wichtig, weil mein Beruf sehr selten ist und ich für die Meisterprüfung nicht unbedingt pendeln wollte. Ich arbeite in einem innovativen Betrieb und brauchte deshalb auch eine Meisterschule auf entsprechend hohem Niveau. Weiterhin zählten für mich, über den Tellerrand zu schauen, den Horizont zu erweitern und mit neuen Geräten zu arbeiten. All das habe ich beim HBZ Münster gefunden.“

Dozenten sind Experten aus der Praxis

Dozenten sind Experten aus der Praxis

Investition in neue Technologien

Liebe Frau Weber,

ein praxisnaher Unterricht und eine gute Vorbereitung der Teilnehmer auf die Prüfungen sind für uns wichtige Qualitätsmerkmale. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, unternehmen wir Einiges.

Unsere Dozenten sind Experten in ihrem Gebiet und kommen zu einem großen Teil aus Betrieben, Behörden oder Kanzleien. Sie kennen die Abläufe in Handwerksbetrieben und erläutern den Lernstoff anhand praktischer Beispiele aus dem Handwerk und betten Fragestellungen von Teilnehmern in den Unterricht ein. Gleichzeitig wird im Unterricht auf die Prüfungen vorbereitet, deren Aufgaben sich ebenfalls an der betrieblichen Praxis orientieren.

Um thematisch immer einen Schritt voraus in Richtung Zukunft zu sein, kooperieren wir mit Handwerksbetrieben, Herstellern und Wissenschaftlern. Diese Netzwerke nutzen wir, um regelmäßig unser Lehrgangsangebot zu aktualisieren. 2017 haben wir einige neue Themen an den Start gebracht, zum Beispiel eine Schulung zur Energieumstellung von L- auf H-Gas, die Elektrofachkraft in der Dentaltechnik, die Klebefachkraft sowie den Klebepraktiker und die Fachkraft für Erneuerbare Energien. Außerdem haben wir mit Kooperationspartnern erstmals den Nutzfahrzeug-Innovationstag mit Neuigkeiten aus der Branche durchgeführt.

Aktuelle Themen erfordern eine moderne Ausstattung. Wir investieren daher regelmäßig in unseren Werkstätten und Unterrichtsräume. Im letzten Jahr haben wir im Fachbereich Feinwerktechnik die CNC Steuerung auf Sinumerik 4.7 umgestellt und im Metallbereich eine neue Kantbank mit Programmierung im 2D-und 3D-Modus angeschafft. Für die Lehrgänge zum Schweißfachmann sowie für den Einsatz in Handwerksunternehmen stehen uns jetzt mobile Schweißprüfgeräte zur Verfügung. CAx-Technologien, 3D-Druck oder Robotik sind Themen und Technologien unseres Lehrgangsangebotes.

Die Digitalisierung ist aber nicht nur Lerngegenstand sondern verändert auch Lernmedien. Den klassischen Präsenzunterricht ergänzen wir mit zeitgemäßen, digitalen Lernmedien, die uns eine flexible Unterrichtsgestaltung sowie lehrgangsbegleitende Services, zum Beispiel die Bereitstellung des Stundenplans im iCal-Format, ermöglichen.

Sollten unsere vielfältigen Standardlehrgänge den konkreten Bedarf Ihres Betriebes nicht abdecken, erstellen wir Ihnen gerne ein individuelles und passgenaues Schulungsangebot. Sprechen Sie uns bitte an, wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen.

Freundliche Grüße

Georg Schnelle
Geschäftsbereichsleiter des Handwerkskammer Bildungszentrums Münster

Bausteine für die berufliche Bildung

Das Bildungszentrum (HBZ) der Handwerkskammer Münster bietet bedarfsgerechte und unternehmensnahe Bildungsangebote an. Es ist ein Zentrum der Bildungsdienstleistungen für Lehrlinge, Gesellen und Meister, aber auch für Interessenten aus anderen Wirtschaftsbereichen. Die Bildungsbausteine:
 
  • Ausbildung: Die Ausbildung der Lehrlinge in Betrieb und Schule wird ergänzt durch die überbetriebliche Unterweisung (ÜLU) in den Lehrwerkstätten des HBZ. 2017 wurden 353 ÜLU-Lehrgänge durchgeführt. Zur Berufsvorbereitung gab es 60 Anpassungsmaßnahmen, Fortbildungen und Vollausbildungen als Sondermaßnahmen sowie Prüfungsvorbereitungen als Unterstützung während der Lehre. Zielgruppen waren arbeitslose Erwachsene und Jugendliche.
  • Meisterschulen: Meisterschulen zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung wurden 2017 in 25 Berufen angeboten – berufsbegleitend und als Tagesschule. Die Meisterschulen des HBZ führten 113 Lehrgänge durch.
  • Weiterbildung: Das Fort- und Weiterbildungsangebot des HBZ umfasst betriebswirtschaft­liche, technische, gestalterische, gewerblich-technische, informationstechnische und kaufmännische Seminare und Lehrgänge. 2017 fanden beim HBZ 544 Weiterbildungen statt.
  • Studium: Die „Akademie Bauhandwerk“ führt in Kooperation mit dem Fachbereich Bauingenieurwesen der FH Münster den Studiengang „Bauen im Bestand – Bachelor of Engineering“ durch (106 Studierende in 2017). Der Bachelor-Studiengang „Fashion Management“ wird in Zusammenarbeit mit der ­­­Fachhochschule des Mittelstands in Bielefeld angeboten (111 Studierende in 2017).
  • Firmenschulungen: Schulungen wurden 2017 entweder vor Ort in den Betrieben oder in den Räumen des HBZ durchgeführt.
  • Das HBZ Münster ist nach den Normen der DIN EN ISO 9001 zertifiziert, um seine Bildungsdienstleistungen kontinuierlich auf hohem Niveau zu sichern und weiterzuentwickeln. Es hat eine Trägerzulassung nach AZWV (Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung).

Lehrgänge und Prüfungen

12.725 Teilnehmer erweiterten ihr Wissen und Können in 133.413 Unterrichtsstunden

Lehrgangsteilnehmer am HBZ Münster 2017

Lehrgangsteilnehmer am HBZ Münster 2017

Bestandene Abschlussprüfungen vor der HWK Münster 2017

Bestandene Abschlussprüfungen vor der HWK Münster 2017

Neue Lehrgänge

Bei der Entwicklung neuer Bildungs- oder Beratungsangebote orientiert sich die Handwerkskammer am Bedarf der Mitgliedsbetriebe und an zukunftsweisenden Trends und Innovationen. Um neue Geschäftsfelder frühzeitig zu erkennen, steht das HBZ Münster im Austausch mit Betrieben, Innungen, Kreishandwerkerschaften, Fachverbänden, Hochschulen und weiteren Partnern des Handwerks.

Das Bildungsprogramm wurde 2017 um diese neuen Angebote erweitert
  • Management Seminar: Controlling
  • AutoCAD-Programmierung mit AutoLISP
  • Energieeinsparverordnung: Update für die EE-Expertenliste
  • Fördermittel Energiesparendes Bauen und Sanieren: Update für die EE-Expertenliste
  • Hydraulischer Abgleich: Update für die EE-Expertenliste
  • Wärmebrücken in Neubau und Bestand: Update für die EE-Expertenliste
  • Elektrotechnisch unterwiesene Person (EUP)
  • VDI 2035: Wasseraufbereitung von Füllwasser für Heizungsanlagen

Arbeitsbedingungen


Und? Was tut die HWK für faire Arbeitsbedingungen und zur Bekämpfung von Schwarzarbeit?

Und? Was tut die HWK für faire Arbeitsbedingungen und zur Bekämpfung von Schwarzarbeit?

Markus Kabuth

  • 1967 geboren, wohnt in Gelsenkirchen;
  • 1987 bis 1989 Ausbildung zum Maurer;
  • 1989 bis 1995 Studium des Bauingenieurwesens an der Ruhr-Universität Bochum;
  • 1995 Eintritt in die Geschäftsführung des elterlichen Betriebs, der E. Liebing GmbH in Gelsenkirchen, seit 2000 Betriebsleiter;
  • seit 2002 öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger im Maurer- und Betonbauerhandwerk;
  • seit 2010 Obermeister der Baugewerken-Innung Gelsenkirchen;
  • seit 2015 Mitglied des Vorstandes der Kreishandwerkerschaft Emscher-Lippe-West.

„Mit dem Wegfall der Meisterpflicht als Großem Befähigungsnachweis, der daraus resultierenden Zunahme von Soloselbstständigen ohne Bindung an Tarif- und Branchenmindestlohn und ohne Beiträgen zur Ausbildung des Nachwuchses sowie durch die Öffnung der Märkte im Rahmen der EU-Osterweiterung hat der Preisdruck auf Handwerksbetriebe kontinuierlich zugenommen – bei gleichzeitig massiver Zunahme der Formalitäten. Wer all das als Fachbetrieb überleben will, für den ist ein fairer Wettbewerb und die Bekämpfung von Schwarzarbeit in jeglicher Form existenziell.“
 
http://www.liebing-gmbh.de

Einsatz für gleiche Voraussetzungen

Einsatz für gleiche Voraussetzungen

Legalisierung steht im Vordergrund

Sehr geehrter Herr Kabuth,

auch im Handwerk gilt der Olympische Gedanke – wir setzen uns ein für gleiche Voraussetzungen bei der Ausübung von handwerklichen Tätigkeiten. Uns ist bewusst, dass die Schwarzarbeit einen volkswirtschaftlichen Schaden von immensem Umfang verursacht und dass vor diesem Hintergrund entsprechend geeignete Maßnahmen zu treffen sind. Die Handwerkskammer Münster, die keine eigene Zuständigkeit bei der Bekämpfung der Schwarzarbeit hat, geht hierbei dreigleisig vor. Zum einen versuchen wir mit den betroffenen Schwarzarbeitern in Kontakt zu kommen und sie dazu zu bewegen, die handwerksrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, so dass auch gleiche Wettbewerbsbedingungen auf dem Markt entstehen.

Darüber hinaus arbeiten wir auch mit den für die gewerbe- und handwerksrechtliche Schwarzarbeit zuständigen Ordnungsbehörden zusammen, um zu gewährleisten, dass Verstöße gegen die Handwerksordnung auch sanktioniert werden. In diesem Zusammenhang ist es uns wichtig, auch die Politik auf die Notwendigkeit einer effizienten Schwarzarbeitsbekämpfung hinzuweisen, um so die Rahmenbedingungen für die Bekämpfung unzulässiger Handwerksausübung zu verbessern.

Im Rahmen des Projektes „Bündnis zur Bekämpfung von Schwarzarbeit“ gehen wir innovative Wege, um anderen Ordnungsbehörden neue Instrumente zur Verfügung zu stellen. Dieses Projekt wird im Rahmen der Landesinitiative „Faire Arbeit - fairer Wettbewerb“ gefördert.

Unser Außendienstmitarbeiter, der vor Ort feststellt, ob tatsächlich handwerksrechtliche Verstöße vorliegen, und der gleichzeitig den Betroffenen bei der Legalisierung behilflich ist, hat im vergangenen Jahr 2017 in 533 Fälle ermittelt. Hiervon konnten 92 Betriebe legalisiert werden. In einer Vielzahl von Fällen wurde von den Ordnungsbehörden ein Bußgeldverfahren eingeleitet. In den übrigen Fällen laufen die Ermittlungen noch.

Darüber hinaus unterhalten wir gute Kontakte mit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit beim Zoll, um auch so zu gewährleisten, dass sozialversicherungs- und tarifrechtliche sowie ausländerrechtliche Verstöße geahndet werden.

Haben Sie weitere Fragen? Beim Thema Schwarzarbeit sind wir jederzeit ansprechbar.

Freundliche Grüße

Servaas van der Avoort
Abteilungsleiter Gewerbe- und Handwerksrecht

Mitgliedsbeiträge


Und? Geht die HWK auch vernünftig mit unseren Beiträgen um?

Und? Geht die HWK auch vernünftig mit unseren Beiträgen um?

Birgit Beuting

  • 1971 geboren, wohnt in Münster;
  • 1987 bis 1990 Ausbildung zur Friseurin;
  • 1999 Meisterprüfung im Friseurhandwerk bei der Handwerkskammer Bayreuth; Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung;
  • 2001 Fortbildung zur Betriebswirtin im Handwerk beim HBZ Münster;
  • seit 2002 selbstständig in Münster;
  • seit 2017 Mitglied des Vorstandes der Friseur-Innung Münster;
  • seit 2018 Mitglied der Prüfungskommission der Gesellenprüfungen.
 
„Es ist gut, eine Handwerkskammer zu haben, an die wir uns als kleine und mittlere Unternehmen für betriebswirtschaftliche, technische und rechtliche Beratung sowie Bildung wenden können. Handwerkern sind wirtschaftliche und rechtliche Fragen ja manchmal lästig. Bei der HWK finden wir Ansprechpartner, die für uns da sind. Bei all dem Service ist die wirtschaftliche Verwendung der Haushaltsmittel natürlich Voraussetzung. Wirtschaften müssen wir Betriebe schließlich auch.“


http://www.hauptsache-bb.de

Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit

Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit

Effizienter durch Selbstverwaltung

Guten Tag Frau Beuting,

die von Ihnen aufgeworfene Frage bestimmt unser tägliches Handeln. Wir als Handwerkskammer Münster haben den Anspruch, verantwortlich mit den Beitragszahlungen der Mitgliedsbetriebe umzugehen und sind rechtlich dem Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit verpflichtet. In diesem Sinne beschäftigen wir uns kontinuierlich mit der Ausgestaltung der Kammerbeiträge, um die Belastung für die Betriebe so gering wie möglich zu halten.

Der Kammerbeitrag stellt eine wichtige Finanzierungsgrundlage für unsere vielfältigen Dienstleistungen dar, die wir allen Mitgliedsbetrieben gebührenfrei anbieten. Dabei stellen die Einnahmen aus Beiträgen mit etwa einem Drittel des Einnahmevolumens im Haushalt einen geringeren Anteil dar, als von Vielen angenommen. Der weitaus höhere Anteil unserer Einnahmen generiert sich aus Gebühren und sonstigen Erlösen aus Fort- und Weiterbildungsangeboten sowie aus Zuwendungen aus öffentlichen Kassen.

Letztlich steht der Kammerbeitrag auch für die Solidarität des gesamten Handwerks im Bezirk der HWK Münster. Unabhängig von der individuellen Leistungsfähigkeit eines Betriebes steht unser vielfältiges, kostenfreies Beratungsangebot jedem in gleicher Art und Weise zur Verfügung. Somit trägt der Beitrag als Finanzierungsbasis auch zur nachhaltigen Stärkung des gesamten Handwerks über die Grenzen der einzelnen Gewerke hinaus bei.

Auch die Ausbildung ist in Teilen beitragsfinanziert. Hierzu erhalten unsere Mitgliedsbetriebe einen zusätzlichen Bescheid für den Ausbildungsbeitrag. Damit tragen alle die Ausbildung gemeinschaftlich, denn ein ausreichendes und gut qualifiziertes Fachkräfteangebot liegt im Interesse des Gesamthandwerks. Aus dem Ausbildungsbeitragsaufkommen für jeden Auszubildenden, der an einer überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung teilnimmt, wird ein fester Kammerzuschuss an den jeweiligen Bildungsträger ausgezahlt.

Basis der Kammertätigkeit ist die Selbstverwaltung der Wirtschaft, das heißt, wir als Handwerkskammer erhalten vom Staat die Möglichkeit, unsere Angelegenheiten in eigener Verantwortung zu gestalten. Wir sind der Überzeugung, dass wir hoheitliche Aufgaben wie das Führen der Handwerks- und Lehrlingsrolle oder die Regelung der Berufsbildung nicht nur effizienter als der Staat übernehmen, sondern auch die Interessen der Betriebe gegenüber Politik und Öffentlichkeit unternehmensnäher wahrnehmen können. Ihre Beiträge dienen insoweit auch dem gesamten Handwerk.

Haben Sie dazu Fragen? Freundliche Grüße

Bernd Wiesmann
Geschäftsbereichsleiter Personal, Finanzen, Ressourcenmanagement

Haushalt/Finanzen

Kammerbezirk Münster


Der Kammerbezirk Münster 2017

Der Kammerbezirk Münster 2017
Kreis Borken
  • Betriebe: 5.232
  • Umsatz: 5.664.402.000 Euro
  • Beschäftigte: 40.692
  • Lehrlinge: 3.434
  • Fläche: 1420,98 km²
  • Einwohner: 369.226
  • Anteil des Handwerks an allen Betrieben: 30,5 %
Kreis Steinfurt
  • Betriebe: 4.994
  • Umsatz: 4.140.488.000 Euro
  • Beschäftigte: 35.789
  • Lehrlinge: 2.928
  • Fläche: 1.795,76 km²
  • Einwohner: 444.409
  • Anteil des Handwerks an allen Betrieben: 28,6 %
Kreis Coesfeld
  • Betriebe: 2.737
  • Umsatz: 2.155.534.000 Euro
  • Beschäftigte: 17.560
  • Lehrlinge: 1.527
  • Fläche: 1.112,04 km²
  • Einwohner: 219.019
  • Anteil des Handwerks an allen Betrieben: 29,0 %
Münster
  • Betriebe: 2.732
  • Umsatz: 3.291.042.000 Euro
  • Beschäftigte: 23.391
  • Lehrlinge: 1.458
  • Fläche: 303,28 km²
  • Einwohner: 311.846
  • Anteil des Handwerks an allen Betrieben: 19,3 %
Bottrop
  • Betriebe: 1.115
  • Umsatz: 922.380.000 Euro
  • Beschäftigte: 7.058
  • Lehrlinge: 443
  • Fläche: 100,61 km²
  • Einwohner: 117.409
  • Anteil des Handwerks an allen Betrieben: 28,3%
Kreis Warendorf
  • Betriebe: 3.291
  • Umsatz: 2.456.892.000 Euro
  • Beschäftigte: 21.270
  • Lehrlinge: 1.437
  • Fläche: 1.319,41 km²
  • Einwohner: 277.744
  • Anteil des Handwerks an allen Betrieben: 29,6 %
Kreis Recklinghausen
  • Betriebe: 5.775
  • Umsatz: 3.588.927.000 Euro
  • Beschäftigte: 31.853
  • Lehrlinge: 2.663
  • Fläche: 760,45 km ²
  • Einwohner: 617.195
  • Anteil des Handwerks an allen Betrieben: 27,3 %
Gelsenkirchen
  • Betriebe: 2.134
  • Umsatz: 1.755.691.000 Euro
  • Beschäftigte: 16.881
  • Lehrlinge: 998
  • Fläche: 104,94 km²
  • Einwohner: 262.528
  • Anteil des Handwerks an allen Betrieben: 27,0 %
Ausland
  • Betriebe: 362

Geschäftslage der Betriebe 2011 bis 2017

Geschäftslage der Betriebe 2011 bis 2017

Aufschwung von Superlativ zu Superlativ:

Das Handwerk im Kammerbezirk Münster schwang sich 2017 von Superlativ zu Superlativ: Der Geschäftslageindikator toppte im Frühjahr mit 93,1 Prozentpunkten die bisherigen Spitzenwerte und sogar die Boomzeit Anfang der Neunziger; seit Beginn der Konjunkturaufzeichnung der Handwerkskammer vor 40 Jahren ging es noch nie so vielen Betrieben ‚gut‘ wie im Herbst des Jahres. Das sind die Ergebnisse der Frühjahrs- und Herbstumfragen unter 390 beziehungsweise 328 Handwerksbetrieben aus 39 Berufen im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region.

Ereignisse 2017


Ereignisse 2017

Azubis informieren Schüler

Ehrenamt


Und? Was machen Sie im Ehrenamt?

Und? Was machen Sie im Ehrenamt?
Die Handwerkskammer erfüllt ihre Aufgaben in Wirtschaft, Staat und Gesellschaft in partnerschaftlicher Zusammenarbeit von Ehrenamtsträgern und angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der ehrenamtliche Vorstand der Handwerkskammer Münster mit der hauptamtlichen Spitze der Geschäftsführung: (vorn, v.l.) Vizepräsident Josef Trendelkamp, Hauptgeschäftsführer Thomas Banasiewicz, Präsident Hans Hund, Vizepräsident Franz Wieching, (2. Reihe v.l.) Dieter Eixler, Holger Augustin, stellvertretender Hauptgeschäftsführer Knut Heine, (hinten, v.l.) Heinz Börding, Norbert Hoffmann, Alfred Bogatzki. nicht im Bild: Heinrich Kinzler
 
Vorstand

Vollversammlung

Geschäftsverteilung

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