Gleichwertigkeit im Ausland erworbener Berufsqualifikationen


Gleichwertigkeitsfeststellung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen

Berufsanerkennung: Frau mit Büchern
Die Handwerkskammer ist zuständig für die Gleichwertigkeitsfeststellung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen nach dem Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (BQFG) und in Anerkennung von Prüfungen nach dem Gesetz über die Angelegenheiten der Vertriebenen und Flüchtlinge nach dem Bundesvertriebenengesetz (BVFG).
 

Kontakt

Andrea Saabe

Telefon 0251 705-1458

Anerkennung ausländischer Prüfungsabschlüsse


Anerkennung ausländischer Prüfungsabschlüsse

Die Handwerkskammer ist die zuständige Stelle für die Anerkennung/Gleichstellung von handwerklichen Berufsausbildungen. Grundsätzlich können zwei Gleichstellungen unterschieden werden:
 
  • Anerkennung nach dem Bundesvertriebenengesetz (BVFG)
  • Anerkennung auf Grund eines bilateralen Abkommens
  • Gleichstellung nach dem Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (BQFG)
Das Bundesvertriebenengesetz stellt bisher die einzige Rechtsgrundlage dar, auf der die Handwerkskammer ein formelles Anerkennungsverfahren durchführt. Sollten Sie keinen Vertriebenenausweis bzw. eine Bescheinigung nach § 15 BVFG (Spätaussiedlerbescheinigung) besitzen, können wir Ihnen durch die Ausstellung einer "freiwilligen Stellungnahme" eine Hilfestellung anbieten.

Zeugnisse aus Frankreich

Die Regierungen der Französischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland haben Abkommen zur gegenseitigen Anerkennung von Abschluss-, Gesellen- und Meisterprüfungszeugnissen vereinbart. Damit werden bestimmte französische und deutsche Ausbildungsabschlüsse gleichgestellt.
 
Zeugnisse aus Österreich


Die Regierungen der Österreichischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland haben Abkommen zur gegenseitigen Anerkennung von Abschluss-, Gesellen- und Meisterprüfungszeugnissen vereinbart. Damit werden bestimmte österreichische und deutsche Ausbildungsabschlüsse gleichgestellt.

Zeugnisse aus anderen Staaten

Ausländische Gesellen- und Meisterprüfungsabschlüsse können ausschließlich auf der Basis einer Rechtsgrundlage anerkannt bzw. gleichgestellt werden.

Diese Rechtsgrundlagen sind:
 
  • das Bundvertriebenengesetz (BVFG) für die Länder der ehemaligen Sowjetunion, Bulgarien, Polen, Rumänien, der ehemaligen Tschechoslowakei und Ungarn
  • bilaterale Abkommen mit den Ländern Österreich und Frankreich
 

Kontakt


Klaus Goerke

Telefon 0251 705-1789


 

Antragstellung


Antragstellung für die Anerkennung von Prüfungszeugnissen

Anerkennung nach dem Bundesvertriebenengesetz (BVFG)

Wer einen Berufsabschluss auf Facharbeiterniveau in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion, Bulgarien, Polen, Rumänien, der ehemaligen Tschechoslowakei oder Ungarn erworben hat, und einen Vertriebenenausweis bzw. eine Spätaussiedlerbescheinigung besitzt, kann die Anerkennung bzw. Gleichstellung seines Ausbildungsabschlusses gemäß § 10 (BVFG) beantragen.
Die Bestimmungen des Bundesvertriebenengesetzes zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse gelten nur für anerkannte Spätaussiedler bzw. Vertriebene. Weder die deutsche Volkszugehörigkeit noch die deutsche Staatsangehörigkeit können eine Anerkennung als Spätaussiedler ersetzen.

Unabhängig von der Anerkennung als Spätaussiedler können Personen jedoch beim Nachweis der deutschen Volkszugehörigkeit die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten. Die beiden Anträge können (auch zeitlich) völlig unabhängig voneinander gestellt werden, und das Ergebnis des einen beeinflusst nicht das Ergebnis des anderen. Dies führt dazu, das zunehmend Personen deutscher Volkszugehörigkeit die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten, auf Grund der fehlenden Benachteiligung jedoch nicht als Spätaussiedler anerkannt werden und somit auch alle für Spätaussiedler geltenden Vorteile nicht in Anspruch nehmen können. Dabei ist es völlig unerheblich, ob die deutsche Staatsangehörigkeit vor oder nach der Ausreise aus dem betreffenden Land zuerkannt wird.

Zum Herunterladen:

Anerkennung durch bilaterale Abkommen

Stammt der Antragsteller aus einem Staat, mit dem die Bundesrepublik Deutschland ein bilaterales Abkommen geschlossen hat, so ist eine Anerkennung beziehungsweise Gleichstellung ebenfalls möglich. Derartige Abkommen bestehen bisher nur mit den Ländern Österreich und Frankreich.

Für die Gleichstellung eines österreichischen bzw. französischen berufsqualifizierenden, handwerklichen Gesellen-, Abschluss- oder Meisterprüfungszeugnisses reichen Sie bitte eine beglaubigte Fotokopie mit der ggf. entsprechenden Übersetzung in die deutsche Sprache durch einen gerichtlich beeidigten Dolmetscher oder staatlich geprüften Übersetzer ein.

Andere Abschlüsse

Bei Zeugnissen, die den Nachweis eines allgemeinbildenden Schulabschlusses bestätigen, sind nicht die Handwerkskammern, sondern die Bezirksregierungen zuständig.
Für die Bewertung eines Fachhochschul- oder Hochschulabschlusses wenden Sie sich an die Bezirksregierung Düsseldorf, Cecilienallee 2, 40474 Düsseldorf, Tel. 0211 475-0.
Für die Bewertung anderer Schulabschlüsse wenden Sie sich bitte an die für Ihren Wohnort zuständige Bezirksregierung.
 

Bewertung ausländischer Berufsabschlüsse


Bewertung ausländischer Berufsabschlüsse

Das Gesetz über die Feststellung der Gleichwertigkeit von Berufsqualifikationen (Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz – BQFG) ist auf alle Personen anwendbar, die im Ausland einen Ausbildungsnachweis erworben haben und darlegen, im Inland eine ihren Berufsqualifikationen entsprechende Erwerbstätigkeit ausüben zu wollen. Informationen, Hinweise und Ansprechpartner zum Gesetz finden Sie auf unserem Flyer und Informationsblatt.

Flyer zum Berufsqualifizierungsfeststellungsgesetz BQFG

Infomationsblatt zum Berufsqualifizierungsfeststellungsgesetz

Antrag auf Gleichwertigkeitsfeststellung Münster.pdf
 

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Andrea Saabe

Telefon 0251 705-1458