Paul Schnitker Stiftung

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Die Paul Schnitker Stiftung wurde im Oktober 1992 von der Westdeutschen Genossenschaftszentralbank (WGZ BANK) und der SIGNAL Krankenversicherung AG und der Signal Unfallversicherung AG (heute SIGNAL IDUNA Gruppe) errichtet. Die Stiftung ist dem Stifterverband der Deutschen Wissenschaft in Essen angeschlossen.

Zweck der Stiftung ist die Förderung von Wissenschaft und Bildung auf den Gebieten von Handwerk und Gewerbe sowie der sozialen Marktwirtschaft. Mit der Durchführung von wissenschaftlichen Veranstaltungen, Forschungsvorhaben und Arbeitsseminaren wird dies verwirklicht. Der Stiftungszweck kann außerdem durch die Gewährung von Stipendien, Herausgabe von Veröffentlichungen und Unterstützung von Archiven und Bibliotheken, Förderung von Personen, die sich mit dem Wesen und der Kultur des Handwerks in Wirtschaft und Gesellschaft befassen, und durch die Verleihung des Paul Schnitker Preises verwirklicht werden.

Als Zeichen besonderer Anerkennung für hervorragende Verdienste um die Förderung von Wissenschaft und Bildung auf den Gebieten von Handwerk und Gewerbe auf dem Fundament der sozialen Marktwirtschaft wurde der Paul Schnitker Preis (dotiert mit 10.000 Euro) bisher verliehen an:
 
  • Dr. Hans Tietmeyer, damaliger Präsident der Deutschen Bundesbank (1993);
  • Prof. Dr. Hans Maier, Ordinarius für christliche Weltanschauung, Religion- und Kulturtheorie an der Universität München, bayrischer Staatsminister für Unterricht und Kultus a. D. (1995);
  • Dr. Wolfgang Schäuble, damaliger Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion des Deutschen Bundestages (1997);
  • Wolfgang Clement, damaliger Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen (1999) Akademie des Handwerks Schloss Raesfeld (2001);
  • Prof. Dr. Karl Kardinal Lehmann (2003)
  • Prof. Dr. Paul Kirchhof, Bundesverfassungsrichter a. D. (2005)

Die Empfänger:
 
  • Die Bundessieger in den Leistungswettbewerben Malerhandwerk und Fahrzeuglackiererhandwerk (2008); 
  • Prof. Dr. Jürgen Bock, Hochschule Bochum, für die Durchführung der Ringvorlesung „Die Bedeutung des Handwerks für die Volkswirtschaft" (WS 2010/2011);
  • Prof. Dr. Jürgen Bock, Hochschule Bochum, für die Durchführung der Ringvorlesung „Innovatives Handwerk" (WS 2011/2012);
  • Prof. Dr. Jürgen Bock, Hochschule Bochum, für die Durchführung der Ringvorlesung "Handwerk und Kooperation"

Die Paul Schnitker Stiftung schreibt für das Wintersemester 2015/2016 und Sommersemester 2016 wiederum drei Stipendien aus. Gefördert werden können Studierende der Fachhochschule Münster, die eine praxisnahe Bachelor- oder Master-Arbeit im Themenfeld "Beiträge zur Wärmedämmung und Vermeidung von Feuchteschäden an Gebäuden" schreiben bzw. schreiben möchten. Die Ausschreibung richtet sich an Bachelor- und Master-Studierende aus den Fachbereichen Architektur, Bauingenieurwesen, Energie - Gebäude - Umwelt sowie aus dem Studiengang Bauen im Bestand. Die Förderung pro Studierende beträgt bis zu 3.000,- Euro. Alle Informationen und die Bewerbungsunterlagen finden Sie im folgenden Download. Fristende ist der 08. April 2016.

Kuratorium


Kuratorium


Dem Kuratorium der Paul Schnitker Stiftung gehören an:
 
  • Dr. Annkatrin Meyer-Schwickerath (Vorsitzende);
  • Frank Kühne, SIGNAL IDUNA Gruppe (stv. Vorsitzender);
  • Thomas Mende, WGZ Bank;
  • Barbara Leppelt, Stifterverband der Deutschen Wissenschaft;
  • Hermann Eiling, Handwerkskammer Münster (Hauptgeschäftsführer a.D.);
  • Harald Schnitker, Malerwerkstätten Schnitker;
  • Dr. Sabine Schreiner
  • Claudia von Diepenbroick-Grüter, Handwerkskammer Münster.

Ehrenmitglied im Kuratorium war bis zu seinem Tode Paul Schnitker, der am 27. Februar 2013 im Alter von 86 Jahren verstorben ist.

Das Handwerk in seiner Heimatregion und das Handwerk in Deutschland hat seinen langjährigen Präsidenten verloren, der wie wenige andere diese Wirtschafts- und Gesellschaftsgruppe geprägt, ihre Position gestärkt und vor allem die berufliche Bildung gefördert hat.

Sein überzeugendes Engagement führte den Maler- und Lackierermeister aus Münster bis an die Spitze der Handwerksorganisation. Von 1968 bis 2000 setzte er sich als Präsident der Handwerkskammer Münster für das Handwerk ein. Als Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (von 1973 bis 1987) gehörten drei Bundeskanzler und vier Wirtschaftsminister zu seinen Partnern. Als erster Handwerksrepräsentant war Paul Schnitker von 1979 bis 1981 Vorsitzender des Gemeinschaftsausschusses der Deutschen Gewerblichen Wirtschaft.

Paul Schnitkers Persönlichkeit strahlte auch international aus. So war er Präsident der Internationalen Föderation des Handwerks und der Internationalen Gewerbe-Union. Sein politisches Engagement führte den überzeugten Europäer im Jahr 1979 in das erste frei gewählte Europäische Parlament in Straßburg und in den Wirtschafts- und Sozialausschuss in Brüssel. Mit der von ihm erarbeiteten „Magna Charta für kleine und mittlere Betriebe“ gestaltete er europäische Mittelstandspolitik. Als Honorarkonsul der Republik Frankreich setzte er sich für die deutsch-französische Freundschaft ein.

Mit tiefem Respekt und großer Dankbarkeit verneigt sich die Handwerkskammer Münster vor Paul Schnitker und seinem Lebenswerk. Allen, die heute im Handwerk Verantwortung tragen, wird er wegen seiner Tatkraft, seines strategischen Geschicks, seiner Überzeugungskraft und herzlichen Ausstrahlung ein großes Vorbild bleiben.

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Claudia von Diepenbroick-Grüter

Telefon 0251 5203-112
Fax 0251 5203-114