Sondergenehmigungen


Sondergenehmigungen für die Eintragung in die Handwerksrolle


Zur Eintragung in die Handwerksrolle erteilt die Handwerkskammer Münster unter bestimmten Voraussetzungen eine Ausnahmebewilligung oder eine Ausübungsberechtigung:

Ausnahmebewilligung gemäß § 8 Handwerksordnung

In Ausnahmefällen wird eine Bewilligung zur Eintragung in die Handwerksrolle erteilt, wenn der Antragsteller folgende Voraussetzungen erfüllt:

Ausnahmefall:

Ein Ausnahmefall liegt vor, wenn die Ablegung der Meisterprüfung zum Zeitpunkt der Antragsstellung oder danach für den Antragsteller eine unzumutbare Belastung bedeuten würde. Wegen der Frage, wann die Ablegung der Meisterprüfung dauerhaft oder vorübergehend eine unzumutbare Härte darstellt, beraten wir Sie gerne individuell.

Notwendige Kenntnisse und Fertigkeiten im praktischen, fachtheoretischen und betriebswirtschaftlichen Bereich:

Aus dem beruflichen Werdegang (insbesondere aus den abgelegten Prüfungen, durchgeführten Fortbildungen und Arbeitszeugnissen) muss sich zweifelsfrei ergeben, dass sich der Antragsteller nicht nur die praktischen Fertigkeiten und die notwendigen fachtheoretischen Kenntnisse angeeignet hat, sondern dass er auch die betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Grundkenntnisse zur Führung eines Handwerkbetriebes besitzt (in Anlehnung an die Teile I, II und III der Meisterprüfung). Ist dieser Nachweis nicht geführt, müssen die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten durch eine Sachkundeprüfung vor einem Sachverständigen nachgewiesen werden.

Kontakt


Meike Menzel

Telefon 0251 5203-215


Kathrin Hennenberg

Telefon 0251 5203-229


 

Ausübungsberechtigung gemäß § 7b HwO

Eine Ausübungsberechtigung für zulassungspflichtige Handwerke wird erteilt, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen:
 
  • einschlägige Gesellenprüfung in dem zu betreibenden oder verwandten Handwerk oder Abschlussprüfung in einem entsprechenden anerkannten Ausbildungsberuf;
  • 6-jährige berufliche Tätigkeit in dem zu betreibenden oder verwandten Handwerk oder entsprechenden anerkannten Beruf, davon insgesamt 4 Jahre in leitender Stellung.

Davon sind die Gesundheitshandwerke (Augenoptiker-, Hörgeräteakustiker-, Orthopädietechniker-, Orthopädieschuhmacher und Zahntechniker-Handwerk) und das Schornsteinfeger-Handwerk ausgenommen.

Nach § 7 b Abs. 1 Nr. 2 HwO ist eine leitende Stellung dann anzunehmen, wenn dem Gesellen eigenverantwortliche Entscheidungsbefugnisse in einem Betrieb oder in einem wesentlichen Betriebs teil übertragen worden sind.

Zum Nachweis der Anspruchsvoraussetzungen können folgende Unterlagen bedeutsam sein (beispielhafte Aufzählung, entscheidend ist das Gesamtbild):
 
  1. Gesellenprüfungs- oder Abschlussprüfungszeugnis;
  2. sämtliche Arbeitszeugnisse über bisherige berufliche Tätigkeiten;
  3. Arbeitsverträge o. ä. über die Zeiträume, in denen leitende Funktionen wahrgenommen wurden, sofern vorhanden;
  4. Stellenbeschreibungen, sofern sie vorliegen;
  5. Tätigkeitsbescheinigungen (von Arbeitgeber, Mitgesellschafter, Betriebsleiter oder sonstigen Personen; es bleibt vorbehalten, diese Personen hierzu im einzelnen zu befragen);
  6. Lohnbescheinigungen, soweit vorhanden;
  7. weitere Unterlagen, die Angaben zur leitenden Tätigkeit enthalten

Aus den Nachweisen muss der Umfang der leitenden Tätigkeit zu entnehmen sein. Im Falle von Personalführung sollte auch die Anzahl der unterstellten Beschäftigten und deren Funktion (z.B. Gesellen, Auszubildende, Hilfskräfte etc.) angegeben werden.

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Meike Menzel

Telefon 0251 5203-215


Kathrin Hennenberg

Telefon 0251 5203-229


 

Wer bereits mit einem Handwerk in der Handwerksrolle eingetragen ist, kann für ein weiteres Handwerk eine Ausübungsberechtigung erhalten.

Ausübungsberechtigung nach § 7 a HwO

Dieser Ausübungsberechtigung kann erteilt werden, wenn der Antragsteller
 
  • bereits mit einem Handwerk in der Handwerksrolle eingetragen ist,
  • dieses Handwerk betreibt und
  • für das weitere Handwerk (oder wesentliche Teiltätigkeiten davon) nachweisen kann, dass er die notwendigen praktischen Fertigkeiten und fachtheoretischen Kenntnisse besitzt.

Hierzu ist der Nachweis der praktischen und fachtheoretischen Fertigkeiten und Kenntnisse im beantragten Handwerk (bzw. Teilgebiet) durch Zeugnisse, Prüfungen, Sachkundeprüfung etc. (in Anlehnung an die Teile I und II der Meisterprüfung) erforderlich.

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Meike Menzel

Telefon 0251 5203-215


Kathrin Hennenberg

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EU/EWR Ausländer oder Schweizer erhalten unter bestimmten Voraussetzungen eine Ausnahmebewilligung oder Bescheinigung.

Zuerkennung der fachlichen Eignung zur Ausbildung

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Meike Menzel

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Kathrin Hennenberg

Telefon 0251 5203-229