Emscher-Lippe-Region: Projekt „ProCheck“ macht Handwerk digitaler


Gruppenbild Übergabe Fördermittelbescheid ProCheck 2017
13. September 2017 | Regierungspräsidentin Dorothee Feller übergibt der Handwerkskammer Münster einen Fördermittelbescheid zur Sensibilisierung von Betrieben in Sachen Digitalisierung.
Digitale Lösungsansätze werden in der Wirtschaft nicht mehr wegzudenken sein. In kleinen und mittleren Unternehmen, zu denen die Handwerksbetriebe in aller Regel zählen, ist die Digitalisierung jedoch noch stark ausbaufähig.

Mit dem Förderprogramm „Umbau 21 – Smart Region“ werden Projekte unterstützt, die den Strukturwandel der Emscher-Lippe Region von einer Montanregion hin zu einer Innovationsregion durch die Nutzung der Möglichkeiten der Digitalisierung fördern. Neben der Optimierung von Produktions-, Innovations-und Verwaltungsprozessen soll die Region explizit auch als Modellraum zur Umsetzung unternehmerisch bedeutender Innovationen und neuer Geschäftsmodelle unter Nutzung von Digitalisierungstechnologien genutzt werden.

Die Handwerkskammer (HWK) Münster hat sich deshalb mit einer Projektskizze namens „ProCheck“ am Aufruf „Umbau 21 – Smart Region“ beteiligt und kann sich über einen positiven Bescheid der Bezirksregierung freuen. Das Projekt „ProCheck“ ist das erste von 14 ausgewählten Projekten im Regierungsbezirk Münster und wird mit 769.560,68 Euro gefördert.

Das Projekt „ProCheck“ wird in den kommenden drei Jahren Betriebe für die Digitalisierung sensibilisieren und sie in die Lage versetzen, neue Wege zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit zu erkennen und im Idealfall auch anzuwenden.

„Der digitale Transformationsprozess stärkt die Region als innovativen Wirtschafts- und Lebensraum“, so Regierungspräsidentin Dorothee Feller. „Ein wichtiger Schritt auf dem Weg des Strukturwandels ist es, unserer Region zu einem starken Mittelstand zu verhelfen. Hier sehe ich in dem Projektvorhaben der Handwerkskammer Münster große Chancen.“

HWK-Präsident Hans Hund betont: „Handwerksbetriebe können durch das Projekt „ProCheck“ in Zukunft digitale Lösungsansätze noch stärker nutzen und so ihre betrieblichen Abläufe und ihre Marktposition optimieren“.

Zwei Prozessscouts werden mit Unterstützung eines externen Dienstleisters einen Check entwickeln, mit dem künftig möglichst viele derHandwerksbetriebe auf verschiedene Aspekte der Digitalisierung aufmerksam gemacht werden sollen. Der Zugang zu den Service-Angeboten ist für alle Handwerksbetriebe der Emscher-Lippe-Region offen und kostenfrei.

Im Anschluss an den Check sorgen unter anderem Workshops für einen Austausch zwischen den Firmen. Parallel dazu soll der Verweis an regionale Akteure, beispielsweise an die Hochschulen oder das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum, dazu beitragen, die Einführung digitaler Prozesse, bzw. Maßnahmen zu strukturieren.

Neben dem Handwerk beteiligen sich auch die kommunalen Wirtschaftsförderungen, die beiden regionalen Hochschulen, die WiN Emscher-Lippe GmbH und die IHK Nord Westfalen als strategische Partner.

Bild (v.l.n.r.): Heinrich Kinzler (Kreishandwerksmeister Kreishandwerkerschaft Recklinghausen), Holger Augustin (Kreishandwerksmeister Kreishandwerkerschaft Emscher-Lippe-West), Thomas Banasiewicz (Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Münster), Dorothee Feller (Regierungspräsidentin Bezirksregierung Münster), Hans Hund (Präsident der Handwerkskammer Münster), Ludger Blickmann (Geschäftsführer Kreishandwerkerschaft Recklinghausen), Cay Sueberkrueb (Landrat des Kreises Recklinghausen) und Peter Karst (Geschäftsführer WiN Emscher-Lippe).

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