Frohe Weihnacht und ein glückliches neues Jahr 2018!


HWK-Weihnachtsmotiv Haus Kump 2017
19. Dezember 2017 | Die Handwerkskammer Münster wünscht Ihnen frohe Weihnachten, besinnliche Feiertage, einen guten Rutsch und ein glückliches und erfolgreiches Jahr 2018!

Vom 23. Dezember 2017 bis zum 1. Januar 2018 bleibt unser Haus geschlossen. Wir sind dann am Dienstag, dem 2. Januar 2018, wieder für Sie da.

 

Weihnachtsgruß von HWK-Präsident Hans Hund und Hauptgeschäftsführer Thomas Banasiewicz:

Frohe Weihnachten und ein glückliches Jahr 2018 wünscht die Handwerkskammer Münster allen Handwerkern – Unternehmerinnen und Unternehmern und Beschäftigten – sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Handwerksorganisationen im Kammerbezirk.
 
2017 war für das Handwerk insgesamt sehr erfolgreich. Noch nie hatten wir so viele Betriebe in unseren Regionen, denen es gut geht. Verbessert hat sich erneut auch die Beschäftigungssituation. Der Blick in die nähere Zukunft bleibt weitgehend optimistisch. Somit freuen wir uns über stabiles Wachstum das achte Jahr in Folge.
 
Die gute Konjunktur ist keine Selbstverständlichkeit. Die Betriebe müssen, auch wenn sie alle Hände voll zu tun haben, wachsam darauf achten die Herausforderungen unserer Zeit anzupacken.  
 
Eine davon ist die immer schwierigere Sicherung des Fachkräftebedarfs. Zahlreiche unbesetzte Lehrstellen warten vergeblich auf Bewerbungen. Da stellt sich unweigerlich die Frage an sich selbst: Tut der eigene Betrieb wirklich genug, damit die Ausbildung im Handwerk für die Jugend bei all den ihr offenstehenden Möglichkeiten auch attraktiv ist? In manchen Branchen müssen sich Betriebe bei den Jugendlichen regelrecht bewerben, statt umgekehrt wie noch vor einigen Jahren.
 
Trotz teilweise händeringender Bemühungen seitens der Betriebe, Lehrlinge zu gewinnen, suchen im Kammerbezirk Münster aktuell noch 628 unversorgte Jugendliche über die  Agentur für Arbeit einen Ausbildungsplatz. Mit dieser Situation wollen wir uns nicht abfinden! 
 
Ja, es gibt junge Menschen, die bislang räumlich zu immobil und in der Berufswahl zu unflexibel sind. Ja, es gibt diejenigen, denen der Lernstoff nicht leicht fällt, die vielleicht die deutsche Sprache nicht ausreichend beherrschen. Ja, es gibt diejenigen, die nur schwer in ein soziales Gefüge wie im Betrieb inte-grierbar sind. Man kann die freien Lehrstellen und unversorgten Jugendlichen nicht einfach gegeneinander aufrechnen; Angebot und Nachfrage müssen zueinander passen.
 
Aber: Den Jugendlichen gegenüber tragen wir eine besondere Verantwortung. Wir müssen alles dafür tun, damit ihr erster Kontakt mit der Arbeitswelt nicht in einer Enttäuschung endet, die womöglich in die berufliche Falle ungelernter Tätigkeiten führt, aus der man später kaum wieder herauskommt und für die es im Zuge der betrieblichen Digitalisierung (eine weitere riesige Herausforderung für das Handwerk!) auch immer weniger Arbeitsplätze geben wird.
 
Betriebe, die benachteiligten Jugendlichen eine Chance geben wollen, bekommen Unterstützung: Ausbildungsbegleitende Hilfen erleichtern das Pauken und Verstehen des Lernstoffs, damit die Prüfung klappt. Mit der Assistierten Ausbildung wird der Betrieb vor oder während der Ausbildung intensiv begleitet. Sowohl das Unternehmen als auch der Azubi erhalten Unterstützung – individuell an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst. Nicht zuletzt stehen auch die Ausbildungsberater der Handwerkskammer für ein gutes Gelingen der Lehrzeit zur Seite.
 
Falls Sie also eine unbesetzte Lehrstelle haben und ein Bewerber da ist, bei dem sie Zweifel haben, ob er sich auch wirklich eignet, sagen Sie nicht einfach ab. Nehmen Sie Kontakt zu unserer Ausbildungsberatung auf. Wir versuchen mit Ihnen gemeinsam einen gangbaren Weg zu finden.
 
Bildung ist der Schlüssel für die persönliche und berufliche Entwicklung und damit auch zur Fachkräftesicherung im Handwerk. Auf unserem Wunschzettel an die Politik steht deshalb die Förderung der „Höheren Berufsbildung“ im Handwerk weit oben. Wir brauchen mehr hochqualifizierte Fachkräfte und Meister heute und in der Zukunft. Dazu muss aber auch die Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildung gesellschaftlich und politisch noch stärker gelebt und gefördert werden! Dafür setzen wir uns ein.
 
Wir danken allen Betrieben, die sich in der Ausbildung engagieren. In einer Zeit, in der so viele Studierende wie noch nie an deutschen Hochschulen eingeschrieben sind, ist es dem Handwerk 2017 gelungen, drei Prozent mehr neue Lehrverträge abzuschließen als im Vorjahr, insgesamt 5.362. Auch der Anteil der Lehrlinge mit Abitur steigt. Das ist die enorme Leistung der Ausbildungsbetriebe.
 
5.000 Nachwuchshandwerker haben in diesem Jahr ihre Gesellenprüfung bestanden. Allen, die die Jugendlichen darauf vorbereitet und die ehrenamtlich Prüfungen abgenommen haben, verdienen Respekt und Anerkennung. Vielen Dank für Ihr Engagement!
 
Zu guter Letzt: Unser herzliches Dankeschön am Jahresende gilt allen Arbeitgebern und Arbeitnehmern im Kammerbezirk Münster, die sich in unserer Organisation ehrenamtlich für die gemeinsame Arbeit zum Wohl des Handwerks einsetzen.