Organisation


Organisation

Nahansicht eines Unternehmers beim Ausfüllen eines Dokuments; in der linken Hand bedient er einen Taschenrechner, in der rechten Hand hält er einen Kugelschreiber.

Eine gute betriebliche Organisation ist unerlässlich, um die vom Kunden geforderte Qualität möglichst schnell, reibungslos und kostengünstig anbieten zu können.
Von der Wahl der Rechtsform, Büroorganisation, dem Ablagesystem, der innerbetrieblichen Kommunikation und Information zwischen den verschiedenen Akteuren bis hin zur Fragestellung der Hallen- oder Baustellenorganisation unter Einbindung moderner EDV-Systeme: Unsere erfahrenen Unternehmensberater helfen Ihnen gerne, Schwachstellen Ihrer Organisation aufzuspüren und mit Ihnen Lösungsansätze zur Optimierung zu erarbeiten.


Ansprechpartner

Aktueller Hinweis: Übergangsregelung für Elektronische Kassensysteme ist ausgelaufen

Am 31. Dezember 2016 endete die Übergangsfrist für Betriebe, die nicht über Kassensysteme mit automatischer Umsatzspeicherung verfügen. Seit dem 1. Januar 2017 muss gem. BMF-Schreiben vom 26.11.2010 unter anderem sichergestellt sein, dass:
  • alle Einzeldaten (jeder Geschäftsvorfall) unveränderbar und vollständig zehn Jahre lang aufbewahrt (gespeichert) werden,
  • die digitalen Daten in einem auswertbaren Datenformat vorliegen,
  • Einsatzorte und Einsatzzeiträume protokolliert werden.
Das Vorhalten aufbewahrungspflichtiger Unterlagen in ausgedruckter Form ist nicht ausreichend.

Die Bundesregierung will die Steuerhinterziehung durch manipulierte Kassenaufzeichnungen bekämpfen. Daher hat sie das "Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen" verabschiedet. Dieses Gesetz sieht unter anderem vor:
  • Die Buchungen und die sonst erforderlichen Aufzeichnungen sind einzeln, vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet vorzunehmen. Kasseneinnahmen und Kassenausgaben sind täglich festzuhalten.
  • Eine gesetzliche Regelung der Ausnahmen von der grundsätzlich geltenden Einzelaufzeichnungspflicht: "Die Pflicht zur Einzelaufzeichnung nach Satz 1 besteht aus Zumutbarkeitsgründen bei Verkauf von Waren  an eine Vielzahl von nicht bekannten Personen gegen Barzahlung nicht. Dies gilt nicht, wenn der Steuerpflichtige ein elektronisches Aufzeichnungssystem im Sinne von § 146a verwendet.“ (Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen vom 22. Dezember 2016 (BGBl. I S. 3152))
  • Eine unangekündigte Kassen-Nachschau ab dem 01.01.2018 als ein besonderes Verfahren zur zeitnahen Prüfung der Kassenaufzeichnungen und der ordnungsgemäßen Übernahme dieser Daten in die jeweilige Buchführung. Dies gilt nicht nur für elektronische Kassenaufzeichnungssysteme sondern auch für offene Ladenkassen.
  • dass elektronische Aufzeichnungssysteme ab dem 01.01.2020 über eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung verfügen, die aus drei Bestandteilen besteht:
           - Sicherheitsmodul,
           - Speichermedium
           - und digitale Schnittstelle.


           Das Sicherheitsmodul gewährleistet, dass Kasseneingaben mit Beginn des
           Aufzeichnungsvorgangs protokolliert und später nicht mehr unerkannt manipuliert werden 
           können.
           Auf dem Speichermedium werden die Einzelaufzeichnungen für die Dauer der
           Aufbewahrungsfrist gespeichert.
           Die digitale Schnittstelle gewährleistet eine Datenübertragung für Prüfungszwecke.
          
           Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) soll die technischen
           Anforderungen an diese Sicherheitseinrichtung definieren und anschließend entsprechende 
           Anbieterlösungen zertifizieren.
  • Eine Meldepflicht für eingesetzte elektronische Aufzeichnungssysteme und zertifizierte Sicherheitseinrichtungen ab dem 01.01.2020.
  • Eine Belegausgabepflicht für aufzeichnungspflichtige Geschäftsvorfälle, die mit Hilfe elektronischer Aufzeichnungssysteme erfasst wurden, ab dem 01.01.2020. Eine Mitnahmepflicht des Kunden besteht nicht.

Wichtig: Das Gesetz sieht nicht die Einführung einer allgemeinen Registrierkassenpflicht vor. Die offene Ladenkasse ist weiterhin erlaubt. Ihr Einsatz unterliegt aber wie bisher strengen Regularien, wie z. B. dem täglichen Kassenbericht. Seit dem Beschluss des Bundesfinanzhofs vom 16.12.2016 ist ein Zählprotokoll (Kassensturzprotokoll) nicht mehr erforderlich, wird aber weiterhin empfohlen.
 
Inkrafttreten: Das Gesetz tritt am Tag nach der Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft.
Derzeit gibt es keine Kassensysteme, die die Anforderungen des neuen Zertifizierungsverfahrens erfüllen. Die einzuführende zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung soll aber bei vielen Kassensystemen nachgerüstet werden können. Die Bundesregierung geht davon aus, dass 1,7 Mio. Kassen nachgerüstet werden können und 411.000 Kassen neu angeschafft werden müssen. 

Übergangsregelung: Wurden Registrierkassen nach dem 25.11.2010 und vor dem 1.1.2020 angeschafft, dann dürfen diese Kassen bis zum 31.12.2022 weiter verwendet werden.

Voraussetzung: Sie entsprechen den Anforderungen des Schreibens des Bundesfinanzministeriums vom 26.11.2010 (u. a. Einzelaufzeichnungs- und Speicherungspflicht, ggf. auch auf einem externen Datenträger, Protokollierung der Einsatzorte und -zeiten) und sie sind bauartbedingt nicht aufrüstbar, sodass sie die Anforderungen des § 146a AO-Regierungsentwurf nicht erfüllen.
 
[Quelle: Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen vom 22. Dezember 2016 (BGBl. IS. 3152); BMF mit Fragen und Antworten: Schutz vor Manipulationen an elektronischen Registrierkassen, unter www.iww.de/sl1928; BMF Schreiben vom 26.11.2010, Az. IV A 4 - S 0316/08/10004-07; Vortrag "Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen" Hr. Rothbart, ZDH]

Info-Veranstaltung:
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Management-Werkstatt" bietet die Handwerkskammer Münster einen kostenlosen Fachvortrag zu diesem Thema an:

Montag, 20. Februar, von 17 bis 19 Uhr in Münster: "Management-Werkstatt: Elektronische Kassensysteme: Anforderungen an die Kassenprüfung nach dem 01.01.2017"
Montag, 20. März, von 17 bis 19 Uhr in Gelsenkirchen: "Management-Werkstatt: Elektronische Kassensysteme: Anforderungen an die Kassenprüfung nach dem 01.01.2017"

Downloads:
Die Vorträge der Veranstaltung am 23. Januar in Zusammenarbeit mit der Steuerberaterkammer stehen unter folgenden Downloads für Sie bereit:

Vortrag 'Aktuelle Anforderungen an die Kassenführung' (Fr. Wied, OFD NRW)
Vortrag 'Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen' (Hr. Rothbart, ZDH)
Informationen zum Thema 'Ordnungsmäßigkeit der Kassenbuchführung'