Allgemeine Informationen


Junge Handwerker in der Entwicklungszusammenarbeit

Kernelement der Weiterbildung ist ein mindestens dreiwöchiges Auslandspraktikum in einem Hilfsprojekt in Afrika, Asien oder Lateinamerika, das jungen Handwerkern einen Perspektivwechsel ermöglichen soll. Hier können Sie zum Beispiel in einem Bauprojekt südafrikanischer Pfadfinder mitwirken oder beim Aufbau von Schulen im Hochland von Guatemala helfen.

Sie lernen Lebens- und Arbeitswelten jenseits von Europa hautnah kennen, üben sich in einer fremden Sprache und machen Erfahrungen mit ungewohnten Materialen und Methoden. Umrahmt wird das Praktikum von drei Wochenendkursen in Deutschland, bei denen Sie intensiv auf Ihren Auslandseinsatz vor- und nachbereitet werden.

Konkret bietet Ihnen die Weiterbildung:

 
  • Wochenendseminare in Deutschland
  • An drei Wochenendseminaren werden Sie durch Fachkräfte aus der Entwicklungszusammenarbeit intensiv auf Ihren Arbeitseinsatz in einem Entwicklungsland vor- und nachbereitet. Die Kosten dafür werden vollständig von dem Förderprogramm "Konkreter Friedensdienst" übernommen.
  • Vermittlung in Auslandspraktika: Wir bieten Ihnen ein Auslandspraktikum in ausgesuchten Entwicklungsprojekten von deutschen Organisationen und ihren einheimischen Partner.
  • Vor-Ort-Betreuung während der Auslandspraktika
  • Finanzielle Unterstützung
  • Über das Förderprogramm "Konkreter Friedensdienst" erhalten Sie eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 980,- € für das Auslandspraktika.
  • Zertifikat: Nach erfolgreichem Abschluss wird Ihnen das Zertifikat "Junge/r Handwerker/in in der Entwicklungszusammenarbeit" von der "Let`s go Initiative" der LGH NRW und der InWEnt verliehen.

Teilnahmevoraussetzungen:

 
  • Volljährigkeit
  • Auszubildende müssen sich mindestens im zweiten Lehrjahr befinden
  • Interessenten müssen eine duale Ausbildung im Handwerk absolvieren oder bereits abgeschlossen haben
  • Interessenten dürfen zum Zeitpunkt der Ausreise für den Auslandseinsatz nicht älter sein als 27 (Ausnahmen möglich)
  • Sprachkenntnisse des Praktikumsgastlandes sind erwünscht, aber nicht Voraussetzung
  • Begeisterung für die Entwicklungszusammenarbeit, Offenheit für andere Werte und Kulturen

Ghana

Flagge Ghana

Junge Handwerkerinnen und Handwerker für Entwicklungszusammenarbeit gesucht: Das Projekt „HEBAMMENWOHNHEIM HAVÉ“ unterstützt eine Geburtsklinik mitten im Dschungel Ghanas. Deutsche und ghanaische Hebammen und Ärzte lernen, lehren und arbeiten hier. Seit 2015 haben Studierende der Fachbereiche Architektur und Design der Peter Behrens School of Arts (PBSA) in Düsseldorf zusammen mit anderen Hochschulen, mit Auszubildenden verschiedener Berufe sowie mit Berufsschülern der lokalen Handwerksschule und mit Dorfbewohnern Konstruktionen aus Ziegel und Bambus getestet und dann bei der Errichtung des Gebäudes angewendet. Nun steht die letzte Bauphase an. Zurzeit gibt es nicht ausreichend Möglichkeiten, die Hebammen und Ärzte vor Ort unterzubringen. Sie sollen über adäquaten Wohn- und Lebensraum mit fließendem Wasser verfügen können. Zu diesem Zweck wurde von den Studierenden ein nachhaltiger Gebäudekomplex entworfen. Junge Fachkräfte zwischen 18 und 27 Jahren aus dem Handwerk aus Nordrhein-Westfalen können sich hier engagieren und durch die beruflichen und persönlichen Erfahrungen einen neuen Blick für globale Zusammenhänge gewinnen.


Wie werden Sie vorbereitet?
Das Projekt „Junges Handwerk in der Entwicklungszusammenarbeit“ ist in Kooperation mit dem Westdeutschen Handwerkskammertag (WHKT) als Zusatzqualifizierung konzipiert. An zwei Wochenenden werden die Teilnehmer vor ihrer Ausreise intensiv auf den Auslandsaufenthalt vorbereitet. Nach der Rückkehr findet ein Nachbereitungswochenende statt. Die Teilnahme ist verbindlich. Es werden auch Kennenlerntreffen mit den Studierenden der PBSA angeboten.

Was tun Sie?
Sie leben und arbeiten in dem Projekt. Konkret unterstützen Sie den Bau des Hauses oder auch andere Projekte. Deutsche Studierende und Lehrende werden ebenfalls vor Ort sein.

Wo wohnen Sie?
Der kleine Ort Havé ist etwa 3 bis 4 Autostunden von der Hauptstadt entfernt und zeichnet sich durch eine enge, sehr freundliche und hilfsbereite Dorfgemeinschaft aus. Im Dorf gibt es ein einfaches Wohnhaus, das Studierenden und HandwerkerInnen zur Verfügung steht. Die Übernachtung ist kostenlos.

Wann reisen Sie?
Die anstehende letzte Bauphase ist für Februar/März 2018 vorgesehen. Ihr Aufenthalt soll etwa vier Wochen dauern.

Welche Kosten entstehen?
Kosten entstehen für den Flug sowie für Impfungen und die Malariaprophylaxe. Vor Ort im Dorf Havé fallen etwa 10 Euro/ Tag für Essen an. Auszubildende und junge Fachkräfte aus Nordrhein-Westfalen können eine Förderung in Höhe von 980,- € über das Projekt „Junges Handwerk in der Entwicklungszusammenarbeit/Konkreter Friedensdienst“ beantragen.

Wer kann sich bewerben?
Auszubildende und junge Fachkräfte vorzugsweise aus den Berufen Zimmerer/in und Tischler/in werden gesucht. Aber auch InteressentInnnen aus anderen Berufen können sich bewerben.

Wo können Sie sich bewerben?

Anita Urfell

Telefon 0251 705-1460


Andreas Bendel

Telefon 0251 705-1464


Wir unterstützen Sie auch gerne bei der Beantragung der Fördergelder.

Weitere Informationen:
Unterstützt wird das Vorhaben durch den Kölner Verein „Meeting Bismarck“. Der Verein ist seit 2011 aktiv vor Ort in Havé tätig und baut die medizinische und schulische Infrastruktur aus. Auf der Webseite www.meeting-bismarck.de gibt es weitere Informationen.

Info-Flyer zum Download

Namibia

Flagge Namibia

Junge Handwerkerinnen und Handwerker für Entwicklungszusammenarbeit gesucht: Der Verein The Global Experience unterstützt Kooperationsprojekte mit Schulen in Windhoek, Namibia. Junge Handwerker und Handwerkerinnen zwischen 18 und 25 Jahren können sich hier engagieren und durch die beruflichen und persönlichen Erfahrungen einen neuen Blick auf die Bedeutung von Entwicklungs-zusammenarbeit gewinnen. Seit vielen Jahren findet ein Schüleraustausch zwischen der A. Shipena Secondary School aus Namibias Hauptstadt Windhoek und Münsters UNESCO-Schule Schillergymnasium statt. Seit zwei Jahren hat der Schüleraustausch inklusiven Charakter: Auf namibischer Seite nehmen nun auch die Môreson Special School mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung sowie die School for the Hearing Impaired (Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation) und die School for the Visually Impaired (Förderschwerpunkt Sehen) am Austausch teil. Nachdem 2015 und 2016 bereits Skateboardworkshops auf dem Campus der Schulen gegeben und diese sehr positiv angenommen wurden, soll nun ein Skatepark gebaut werden. Außerdem stehen Renovierungsarbeiten an den Schulgebäuden an.


Wer kann teilnehmen?
Auszubildende und junge Fachkräfte bis 27 Jahre aus den Berufen:
 
  • Tischler/in
  • Anlagenmechaniker/in Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
  • Betonbauer/in
  • Straßenbauer/in
  • Zimmerer/in
Was tun Sie?
Sie helfen bei den oben genannten handwerklichen Arbeiten. Ein Anleiter aus Deutschland koordiniert die Tätigkeiten vor Ort.

Wie sind Unterkunft und Verpflegung geregelt?
Unterkunft und Verpflegung werden seitens des Projektträgers kostenfrei bereitgestellt. Die Unterkünfte sind einfach und befinden sich auf dem Schulgelände.

Wann reisen Sie?
Die Anreise ist für Anfang Februar 2018 geplant. Der Aufenthalt soll etwa vier Wochen dauern. Es besteht auch die Möglichkeit, im Anschluss an das Projekt länger in Namibia zu bleiben und auf eigene Kosten das Land zu erkunden. Hierbei sind die Projektverantwortlichen gerne behilflich.

Welche Kosten entstehen?
Kosten entstehen für den Flug sowie für Ihre persönlichen Ausgaben vor Ort. Sie können eine Förderung in Höhe von 980,- € über das Programm „Konkreten Friedensdienst“ erhalten.

Wie werden Sie vorbereitet?
Das Projekt „Junges Handwerk in der Entwicklungszusammenarbeit“ ist in Kooperation mit dem Westdeutschen Handwerkskammertag (WHKT) als Zusatzqualifizierung konzipiert. An zwei Wochenenden werden die Teilnehmer vor ihrer Ausreise intensiv auf den Auslandsaufenthalt vorbereitet. Nach der Rückkehr findet ein Nachbereitungswochenende statt. Die Teilnahme ist verbindlich.

Was sollten Sie sonst noch wissen?
Ein Visum ist nicht erforderlich. Der Reisepass muss mindestens sechs Monate gültig sein. Nach den uns vorliegenden Informationen sind besondere Impfungen für Namibia nicht erforderlich, es sei denn, man reist während der Regenzeit in den Norden. Dann ist eine Malariaprophylaxe empfehlenswert.

Wo können Sie sich bewerben?

Anita Urfell

Telefon 0251 705-1460


Andreas Bendel

Telefon 0251 705-1464


Wir unterstützen Sie auch gerne bei der Beantragung der Fördergelder.

Info-Flyer zum Download

Kontakt


Kontakt


Anita Urfell

Telefon 0251 705-1460


Andreas Bendel

Telefon 0251 705-1464



 
Logo Förderung Ministerium für Wirtschaft und Energie