Dazu soll eine breit angelegte Kampagne beitragen, mit der Deutschlands vielseitigster Wirtschaftsbereich sein Image aufpoliert. Die zentrale Botschaft: das Leben ist ohne Handwerk nicht vorstellbar.
Das Handwerk sei zeitgemäß und viel moderner, als viele Menschen annähmen, betonte der Präsident der Handwerkskammer Münster, Hans Rath, am Donnerstag (14. Januar) anlässlich des Kampagnenauftakts in Münster. Im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region sichere das Handwerk mit seinen 26.600 Betrieben und rund 150.000 Beschäftigten die Nahversorgung der Bevölkerung vom Bäcker bis zum Heizungsmonteur, arbeite als Partner für die Industrie, erschließe sich Märkte im Export, verstärke die Zusammenarbeit mit der Wissenschaft und biete rund 17.000 Lehrlingen eine qualifizierte Ausbildung in über 100 Berufen.
Als besonderes Merkmal des Handwerks bezeichnete Rath das Angebot individueller Produkte und Dienstleistungen, die Nähe zum Kunden und die Verbundenheit der Betriebe mit ihrer Stadt oder Gemeinde sowie dem daraus resultierenden gesellschaftlichen Engagement Das werde im Kampagnenmotto „Die Wirtschaftsmacht von nebenan“ deutlich zum Ausdruck gebracht. Mit der Kampagne wolle das Handwerk die Öffentlichkeit insgesamt, besonders aber auch junge Menschen erreichen. „Und wir wollen bei den Handwerken den Stolz auf ihren Beruf stärken“, so Rath.
Entwickelt wurde die Kampagne von der renommierten Berliner Agentur Scholz & Friends auf Basis der Ergebnisse eine repräsentativen Umfrage des Forsa-Instituts über das Image des Handwerks in der Bevölkerung. Die Umfrage zeige, dass das Handwerk insgesamt durchaus einen guten Ruf habe, betonte der Hauptgeschäftsführer der Kammer, Hermann Eiling, denn 88 Prozent der Befragten halten das Handwerk für wichtig. Es werde aber in seiner wirtschaftlichen Bedeutung, seiner Attraktivität und in seinem sozialen Ansehen insbesondere von Jugendlichen nicht sehr hoch eingeschätzt. Außerdem hielten nur etwa die Hälfte der Schüler und Studenten das Handwerk für einen attraktiven Arbeitgeber. Die Kampagne wolle deshalb auch junge Menschen von der Attraktivität einer handwerklichen Aus- und Weiterbildung überzeugen und qualifizierten Berufsnachwuchs sichern, unterstrich Eiling.
Elemente der Kampagne sind zum Beispiel Großplakate mit kreativen Sprüchen, Autoaufkleber, T-Shirts und Werbung in den Medien. Dazu gehört ein 60-Sekunden-Spot, der zeigt, wie das Leben ohne Handwerk aussähe.
Alle rund eine Million Handwerksbetriebe in Deutschland werden in den nächsten Tagen mit Werbemitteln ausgestattet. Darüber hinaus planen die Kammer und die 6 Kreishandwerkerschaften im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region Aktionen, in die sie die Kampagne, die auf eine Dauer von 5 Jahren angelegt ist, öffentlichkeitswirksam einbringen.
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Bildunterzeile: Start für die Image-Kampagne im Handwerk: Kammerpräsident Hans Rath, Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller-Elverfeld und Hauptgeschäftsführer Hermann Eiling (v.l.) zeigen das erste Motiv aus der Image-Kampagne des Handwerks. Foto: Witte/Münsterview
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