Die Paul Schnitker Stiftung wurde im Oktober 1992 von der Westdeutschen Genossenschaftszentralbank (WGZ BANK) und der SIGNAL Krankenversicherung AG und der Signal Unfallversicherung AG (heute SIGNAL IDUNA Gruppe) errichtet.
Die Stiftung ist dem Stifterverband der Deutschen Wissenschaft in Essen angeschlossen.
Zweck der Stiftung ist die Förderung von Wissenschaft und Bildung auf den Gebieten von Handwerk und Gewerbe sowie der sozialen Marktwirtschaft. Mit der Durchführung von wissenschaftlichen Veranstaltungen, Forschungsvorhaben und Arbeitsseminaren wird die verwirklicht. Der Stiftungszweck kann außerdem durch die Gewährung von Stipendien, Herausgabe von Veröffentlichungen und Unterstützung von Archiven und Bibliotheken, Förderung von Personen, die sich mit dem Wesen und der Kultur des Handwerks in Wirtschaft und Gesellschaft befassen, und durch die Verleihung des Paul Schnitker Preises verwirklicht werden.
Als Zeichen besonderer Anerkennung für hervorragende Verdienste um die Förderung von Wissenschaft und Bildung auf den Gebieten von Handwerk und Gewerbe auf dem Fundament der sozialen Marktwirtschaft wurde der Paul Schnitker-Preis (dotiert mit 10.000 Euro) bisher verliehen an:
Die Empfänger:
Dem Kuratorium der Paul Schnitker Stiftung gehören an:
Ehrenmitglied im Kuratorium war bis zu seinem Tode Paul Schnitker, der am 27. Februar 2013 im Alter von 86 Jahren verstorben ist.
Das Handwerk in seiner Heimatregion und das Handwerk in Deutschland haben ihren langjährigen Präsidenten verloren, der wie wenige andere diese Wirtschafts- und Gesellschaftsgruppe geprägt, ihre Position gestärkt und vor allem die berufliche Bildung gefördert hat.
Sein überzeugendes Engagement führte den Maler- und Lackierermeister aus Münster bis an die Spitze der Handwerksorganisation. Von 1968 bis 2000 setzte er sich als Präsident der Handwerkskammer Münster für das Handwerk ein. Als Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (von 1973 bis 1987) gehörten drei Bundeskanzler und vier Wirtschaftsminister zu seinen Partnern. Als erster Handwerksrepräsentant war Paul Schnitker von 1979 bis 1981 Vorsitzender des Gemeinschaftsausschusses der Deutschen Gewerblichen Wirtschaft.
Paul Schnitkers Persönlichkeit strahlte auch international aus. So war er Präsident der Internationalen Föderation des Handwerks und der Internationalen Gewerbe-Union. Sein politisches Engagement führte den überzeugten Europäer im Jahr 1979 in das erste frei gewählte Europäische Parlament in Straßburg und in den Wirtschafts- und Sozialausschuss in Brüssel. Mit der von ihm erarbeiteten „Magna Charta für kleine und mittlere Betriebe“ gestaltete er europäische Mittelstandspolitik. Als Honorarkonsul der Republik Frankreich setzte er sich für die deutsch-französische Freundschaft ein.
Mit tiefem Respekt und großer Dankbarkeit verneigt sich die Handwerkskammer Münster vor Paul Schnitker und seinem Lebenswerk. Allen, die heute im Handwerk Verantwortung tragen, wird er wegen seiner Tatkraft, seines strategischen Geschicks, seiner Überzeugungskraft und herzlichen Ausstrahlung ein großes Vorbild bleiben.
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Die_Bedeutung_des_Handwerks_fuer_die_Volkswirtschaft.pdf Die Bedeutung des Handwerks für die Volkswirtschaft (Dokumentation der Ringvorlesung an der Hochschule Bochum WS 2010/2011) |
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Innovatives Handwerk (Dokumentation der Ringvorlesung an der Hochschule Bochum im WS 2011/2012) |
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